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Greifswald Streit um Bäume im Trelleborger Weg
Vorpommern Greifswald Streit um Bäume im Trelleborger Weg
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00:05 22.09.2016

Die geplanten Baumfällungen im Ostseeviertel Parkseite sorgen für hitzige Debatten in Greifswald. Vor allem die Grünen machten jetzt im Bauausschuss der Stadt Stimmung dagegen. „Das Ostseeviertel war mal ein grüner Stadtteil. Jetzt wird nur noch abgeholzt“, kritisierte Ulrich Bittner.

Wie die OZ berichtete, will die Stadt den Trelleborger Weg sanieren und im Zuge dessen 41 Bäume fällen. Löcher in der Fahrbahn, brüchige Fußwege, Baumwurzeln auf dem Weg, wenig Licht, ungepflegte Grünflächen sowie ein maroder Baumbestand – das zeichnet die Straße bisher aus.

Nach Angaben der Stadt sind 26 der Bäume, die weichen sollen, minderwertige Hybridpappeln mit einer geringen Lebensdauer. Bei den restlichen 15 handele es sich um sogenannte Satzungsbäume. Laut Greifswalder Baumschutzsatzung müssten sie eigentlich erhalten werden. Als Ersatz sollen nun 26 Schwedische Maulbeerbäume und Stieleichen gepflanzt werden, der größte Teil davon im Trelleborger Weg.

Auch eine ökologische Hecke ist vorgesehen.

Trotzdem: „Durch solche Baumaßnahmen wird immer mehr Grün in der Stadt vernichtet“, sagte Ulrich Bittner. Auch störe ihn, dass bei den Pappeln ständig von minderwertigen Bäumen die Rede sei. Mit entsprechendem Einsatz könnten auch diese Bäume erhalten werden, meint er.

Jörg Neubert (fraktionslos) und andere Ausschussmitglieder kritisierten die Fällungen ebenfalls als nicht zu Ende gedacht. Die als Ersatz ausgewählten Bäume und Sträucher – etwa die Schwedische Maulbeere und die immergrüne Heckenkirsche – seien zudem gar nicht typisch für die Gegend.

Rudi Duschek von den Linken äußerte Verständnis für die Kritiker. Auch in der Ortsteilvertretung Ostseeviertel habe es eine heftige Diskussion gegeben, sagte er. „Aber angesichts der angedachten Ersatzpflanzungen haben wir uns dann einstimmig zur Maßnahme bekannt.“ Er warb im Ausschuss nun um Zustimmung: Das gesamte Wohngebiet werde aufgewertet.

Im Rahmen des Stadtumbaus Ost soll der Trelleborger Weg auf einer Länge von 210 Metern zwischen dem Lokal „Zum goldenen Anker“ und dem Garagenkomplex eine neue Asphaltdecke bekommen. Der Gehweg ab Stettiner Straße in nördlicher Richtung und die veraltete Beleuchtung werden erneuert. Zehn Parkplätze entstehen im Bereich ab Stettiner Straße. Der viel genutzte Fußweg zwischen dem Trelleborger Weg und der Wolgaster Straße soll auf 2,50 Meter verbreitert werden, Straßenlampen erhalten und an den Weg zum Behindertenforum anschließen. Auch die angrenzenden Grünflächen will die Stadt neu gestalten. Bisher fielen dort oft abgestorbene Äste aus den Bäumen, die eine Gefahr besonders für Fußgänger darstellten, heißt es.

Am Ende votierte der Bauausschuss ebenfalls mehrheitlich bei zwei Enthaltungen (Bittner/Neubert) für das vorgelegte Projekt zur Sanierung des Trelleborger Weges. Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt aus bereits bewilligten Städtebaufördermitteln. Der zusätzliche Eigenanteil der Stadt steht im Haushalt 2016 anteilig zur Verfügung.

Cornelia Meerkatz

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