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Greifswald Für und wider Großgemeinde bei Greifswald
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08:51 27.11.2018
Blick auf das Gemeindezentrum Quelle: Eckhard Oberdörfer
Neuenkirchen

Am 9. Dezember entscheidet sich, ob Neuenkirchen, Wackerow, Levenhagen und Mesekenhagen zu einer Gemeinde Landhagen verschmelzen. Dann werden die Stimmen der Einwohner Neuenkirchens ausgezählt. Sie entscheiden per Brief, ob sie der Mehrheit ihrer Gemeindevertretung folgen wollen, die für diese Fusion ist. Ohne die 2300 Neuenkirchener kommen die gewünschten mindestens 5000 Bürger für einen hauptamtlichen Bürgermeister nicht zusammen. Levenhagen entscheidet als nächste Kommune am Mittwoch, die nächste planmäßige Mesekenhäger Gemeindevertretersitzung findet am 10. Dezember statt.

Auf einer Einwohnerversammlung in Neuenkirchen prallten jetzt die unterschiedlichen Standpunkte der Befürworter und Gegner von Fusionen aufeinander. Ein erster Versuch für eine Großgemeinde mit insgesamt acht Kommunen ist in diesem Jahr bereits an einem Bürgerbegehren gescheitert (die OZ berichtete). Deren Initiatoren um Dirk Wellner und Prof. Klaus Fesser plädieren für die Bewahrung der Eigenständigkeit und haben dazu jetzt ein achtseitiges Flugblatt veröffentlicht und verteilt. Sie kritisieren den vorgelegten Vertragsentwurf als schlecht. Zu wichtigen Fragen fehlten Antworten, heißt es.

Ein Kritikpunkt sind die hohen Schulden des Fusionspartners Wackerow von knapp drei Millionen Euro, die aber zum Teil vom Land im Falle einer Fusion übernommen würden. „Wir wollen nicht unsere Eigenständigkeit aufgeben, damit Wackerow von seinen Schulden befreit wird“, heißt es in dem Flugblatt. Die Gemeindevertretung hat ebenfalls ein umfängliches Schriftstück pro Fusion erarbeitet. Sie argumentiert unter anderem mit einem gemeinsamen, leistungsstärkeren Bauhof, einem größeren Gewicht gegenüber Land, Greifswald und Kreis sowie der Finanzlage der Gemeinde. Bis 2020 sei mit einem Anstieg des Defizits von voraussichtlich rund 330000 Euro in diesem Jahr auf 1,5 Millionen 2020 zu rechnen.

Wellner, Fesser und Co. machen eine andere Rechnung auf. Durch avisierte Mehreinnahmen unter anderem über höhere Zuweisungen vom Land und eine verringerte Kreisumlage werde nach ihren Berechnungen 2020 ein Plus von über 60000 Euro erreicht. Dem Vorschlag der Initiatoren des Bürgerbegehrens auf der Veranstaltung jeweils Vertreter der Befürworter und Gegner für 15 Minuten zu Wort kommen zu lassen und dann zu diskutieren, folgte die Gemeindevertretung nicht. Wie angekündigt wurde die Veranstaltung nach 90 Minuten beendet.

Die Neuenkirchner Familie Büttner schreibt in einem Brief an die OZ in Auswertung der Veranstaltung, dass eine für die Bürger von Neuenkirchen keine dauerhaften Vorteile bringe. Es würden auch Nachteile entstehen, wie geringeres Mitspracherecht durch die verringerte Anzahl von Gemeindevertretern und einen Identitätsverlust durch eine Umbenennung der Gemeinde Neuenkirchen in Landhagen.

eob

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