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Greifswald Streit um Sitz des Studentenwerks
Vorpommern Greifswald Streit um Sitz des Studentenwerks
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00:35 03.03.2016
Prof. Otto Schirmer ließ 1900/01 die Villa Falladastraße 20 bauen, heute sitzen hier die Fennisten und Skandinavisten. Quelle: Eckhard Oberdörfer

Hinter den Kulissen ist ein Streit um den künftigen Sitz des Studentenwerks entbrannt. Werden es Villen nahe dem Karl-Marx-Platz oder ein Plattenbauten nahe dem Beitzplatz?

Prof. Otto Schirmer ließ 1900/01 die Villa Falladastraße 20 bauen, heute sitzen hier die Fennisten und Skandinavisten. Quelle: Eckhard Oberdörfer

Die Idee: Speisestätte zum Parkhaus

Der Anfang 1976 eröffnete Mensaclub gehört zu den traditionsreichsten und gefragtesten Stätten studentischer Kultur in Greifswald. Die studentischen Senatoren und Bürgerschaftsmitglieder Milos Rodatos (Piraten) und Erik von Malottki (SPD) schlagen vor, dass die Mensa ab 2018 zum Parkhaus umgebaut wird. Damit könnte der Mensaclub erhalten werden.

Der Hintergrund: Mitte nächsten Jahres werden die Mensa am Schießwall und die Cafeteria geschlossen. Denn dann werden eine neue Speisehalle und eine neue Cafeteria in der Friedrich-Loeffler-Straße 23 eingeweiht. Dort entsteht der neue Campus der Geistes- und Sozialwissenschaften auf dem früheren Klinikgelände. In der Mensa am Schießwall befinden sich im Erdgeschoss noch das Studentenwerk und der Mensaclub.

Klar scheint, dass das vor 25 Jahren gegründete Studentenwerk die vor 40 Jahren eingeweihte Mensa verlassen muss. Geschäftsführerin Dr. Cornelia Wolf-Körnert geht davon aus, dass das Studentenwerk in die Hans-Fallada-Straße zieht. „Dies ist uns durch die Universität am 16. April 2015 auf einem Treffen beim Betrieb für Bau und Liegenschaften Greifswald so angeboten worden.“

Dabei geht es um zwei Häuser: Die Nummer 20, das Haus der Fennisten und Skandinavisten, und die Nummer 1, früher Sitz der Ur- und Frühgeschichte. Die Villen stünden Mitte 2018 zur Verfügung. Dann ziehen die Nordisten und Fennisten in die dann fertiggestellte frühere Chirurgische Klinik.

„Wir brauchen nicht nur Büros, sondern auch Möglichkeiten zur Beratung und Warteflächen“, sagt Wolf-Körnert. Das Studentenwerk sei nicht nur für Mensen und Cafeterien, sondern auch für Wohnheime, Bafög sowie Beratung bei allgemeinen, sozialen und persönlichen Problemen zuständig.

Das alles spreche gegen die Alternative „Würfelhäuser“ am Berthold-Beitz-Platz, so Wolf-Körnert. Diese ist nach Informationen der OZ der Favorit der Hochschule. Diese Plattenbauten beherbergen derzeit unter anderem das Institut für Mathematik und Informatik sowie das Dezernat Technik und Bau der Unimedizin. Weggezogen ist dort gerade das Institut für Geschichte der Medizin. Erik von Malottki, der Vorsitzende des Verwaltungsrates des Studentenwerks, meint allerdings: „Diese Gebäude sollten besser für den Raumbedarf der schon ansässigen Einrichtungen genutzt werden.“

Unisprecher Jan Meßerschmidt will den „Favoriten Würfelhäuser“ nicht bestätigen. „Tatsache ist, dass wir mit dem Studentenwerk über Büroflächen sprechen“, sagt er nur. Über Details werde sich die Hochschule jetzt nicht äußern. Allerdings gibt es für die Uni gute Argumente für die Würfelhäuser: Die Villen in der Falladastraße dürften sich gut verpachten oder an Investoren in Erbpacht vergeben lassen, die Erträge stünden für anderes zur Verfügung. Auch die Herrichtung der Gebäude in der Falladastraße würde Geld kosten. Und die Kassen des Studentenwerks sind nicht gerade prall gefüllt. So fehlt für die Sanierung des Studentenwohnheims Makarenkostraße Geld (die OZ berichtete), ganz zu schweigen von den acht bis zehn Millionen, die für den Traum des Umbaus der Mensa am Schießwall in eine Stätte der Kultur nötig wären.

Für von Malottki ist auch der Verbleib des Studentenwerks in der Mensa denkbar. „Das sollte geprüft werden, wenn sich unsere Idee eines Parkhauses an dieser Stelle nicht verwirklichen lässt.“

OZ

Von Eckhard Oberdörfer

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