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Greifswald Studenten raten: Werbt mit mehr Humor
Vorpommern Greifswald Studenten raten: Werbt mit mehr Humor
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04:31 09.03.2018
Greifswald

Wer sich engagiert, leistet etwas für andere, aber gewinnt er nicht auch etwas für sich selbst? Studierende der Kommunikationswissenschaften an der Uni Greifswald meinen: Vereine sollten beim Werben um neue Mitarbeiter nicht primär an „Gutmenschen“ appellieren, sondern stärker auch die Vorteile betonen, die das Ehrenamt bietet: etwa die persönliche Weiterentwicklung, Fortbildung oder das Entstehen von Kontakten.

So fasst es Martha Kuhnhenn zusammen, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Organisationskommunikation der Uni Greifswald. Ein Semester lang hat sie mit 35 Studierenden zum Thema Ehrenamt geforscht. Unter anderem befragten die jungen Leute Ehrenamtliche, die sich beim Deutschen Roten Kreuz engagieren, analysierten den Facebook-Auftritt des Kreisverbands, nahmen seine Postkarten unter die Lupe.

Ein Fazit der Gruppe: „Die Posts auf Facebook und damit die Außendarstellung könnten gern humorvoller und emotionaler gestaltet sein.“ Auffallend fanden die jungen Leute auch, dass viele Außenstehende ein falsches Bild vom Aufwand des Ehrenamts hätten. So antworteten einige auf die Frage, wieviele Stunden man sich als Ehrenamtlicher beim Deutschen Roten Kreuz wohl engagieren müsse:

20 bis 50 Stunden pro Monat.

„Schon acht Stunden sind durchaus ausreichend“, sagt dagegen Franziska Krause, Mitarbeiterin der Öffentlichkeitsarbeit im DRK-Kreisverband. Sie und die Ehrenamtskoordinatorin Sylvia Nagel saßen im Hörsaal, als die Studierenden ihre Ergebnisse vorstellten. „Das war für uns sehr erhellend. Wir wollen gern mit Vorurteilen aufräumen“, sagt Krause. Auch den Wunsch nach einer humorvolleren Darstellung und den Vorschlag, die Vorteile eines Ehrenamts zu betonen, fanden die beiden Frauen nützlich. „Das sind gute Tipps.“

Derzeit engagieren sich im Kreisverband Ostvorpommern-Greifswald des DRK 469 Ehrenamtliche in ganz unterschiedlichen Bereichen: 238 junge Rotkreuzler sind im Jugendrotkreuz aktiv, 115 Männer und Frauen helfen in der Wasserwacht, die Ostsee-Strände zu überwachen. 73 Ehrenamtliche im Katastrophenschutz engagieren sich etwa als ausgebildete Sanitäter im Sanitätszug, im Wassergefahrenzug, im Kreisauskunftsbüro und der Medical Task Force. 34 Helfer verstärken mit ihren Hunden die Rettungshundestaffel, um bei der Suche nach Vermissten zu helfen. Eine Besuchshunde-Gruppe ist gerade im Aufbau. „Medizinische oder andere spezielle Vorkenntnisse braucht keiner, man kann bei uns alles, was man braucht, in Fortbildungen lernen“, sagt Franziska Krause. Auch das könne für Ehrenamtliche ein Grund sein, sich zu engagieren.

Für die Entscheidung, über Jahre oder Jahrzehnte beim DRK zu bleiben, scheint aber etwas anderes entscheidend zu sein, deuteten die Ergebnisse der Studierenden in Greifswald an: die Gemeinschaft.

„Wir sind beim DRK wie eine große Familie“, meint Franziska Krause. „Wir teilen viele gemeinsame Erlebnisse.“

sym

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