Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Studentenwerk bekommt zwei schicke Wohnheime
Vorpommern Greifswald Studentenwerk bekommt zwei schicke Wohnheime
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:05 11.08.2016
Bereits komplett saniert: das Wohnheim in der Johann-Sebastian-Bach-Straße. Fotos (2): Peter Binder

Zum Wintersemester bekommt das Studentenwerk ein neues Wohnheim in bester Lage. Die Übergabe des Gebäudes Johann-Sebastian-Bach-Straße 27 finde am 1.

Früheres Gästehaus der Uni in der Bachstraße wird zum Wintersemester bezogen / Ab dem nächsten Jahr wird der Block in der Makarenkostraße saniert und modernisiert

September statt, informiert Geschäftsführerin Cornelia Wolf-Körnert.

36 Wohnungen stehen künftig in dem früheren Gästehaus der Universität zur Verfügung. Vorrangig sollen junge Familien in der Nähe des Marktes in diesem wichtigen Baudenkmal wohnen. Einer der bedeutendsten Greifswalder Architekten, Johann Gottfried Quistorp, der erste Lehrer des Malers Caspar David Friedrich, legte bei der Errichtung des Gasthauses 1805 Hand an. 1860 erfolgte eine Veränderung der Fassade, das Haus wurde aufgestockt. Dank umfassender Sanierung ist das Wohnheim nun sowohl von der Straßen- als auch von der Hofseite ein Hingucker.

Eigentlich sollte es längst übergeben sein. 2009 wurde das Projekt öffentlich. Das Studentenwerk bekam das Grundstück kostenfrei, 2011 wurde als Baubeginn genannt. Aber erst die Bereitstellung von 500000 Euro Städtebaufördermitteln durch das Wirtschaftsministerium 2014 ermöglichte den Beginn der Arbeiten im letzten Jahr. Die Baukosten wurden zu diesem Zeitpunkt auf 2,6 Millionen Euro geschätzt. Die Bürgerschaft bewilligte den fälligen Eigenanteil von 167000 Euro.

Im Makarenkowohnheim gibt es künftig eigene Bäder

Im April 2017 beginnt die Sanierung des völlig maroden Studentenwohnheims in der Makarenkostraße, berichtet Cornelia Wolf-Körnert weiter. Sie rechnet mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr.

Das Dach ist undicht, die Fassade bröckelt und auch die Rohre sind noch original aus den 1970er Jahren, als der Block als seinerzeit modernes Studentenwohnheim gebaut wurde. In den letzten Jahren schien eine Sanierung zu vertretbaren Konditionen nicht möglich, ein Abriss wurde immer wahrscheinlicher. Aber: Der Block hat zwar keinen hohen Komfort, bietet jedoch Kommilitonen mit geringem Einkommen eine Möglichkeit, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Die Studenten überweisen derzeit für ein Einzelzimmer eine pauschale Miete von 180 Euro pro Monat.

Immerhin 60 Prozent der nötigen 6,8 Millionen Euro für die Sanierung, das sind 3,9 Millionen Euro, werden jetzt vom Wirtschaftsministerium finanziert. Ohne dieses Geld hätten die Mieten auf fast das doppelte steigen müssen. Für die restlichen 2,9 Millionen Euro nimmt das Studentenwerk einen Kredit auf. Aktuell wohnen noch 130 Kommilitonen im Haus. „Wir haben nur noch semesterweise vermietet“, informiert die Geschäftsführerin. Das Studentenwerk bemühe sich, während der Bauarbeiten möglichst viele der Mieter in seinen Häusern unterzubringen.

Im Zuge der Sanierung werde die Fassade nun gedämmt und farblich gestaltet, so Wolf-Körnert. Grundsätzlich gebe es künftig eigene Bäder. Im Einzelfall könnte das mal eines für zwei Wohnungen sein.

Diese werden, auch dank der Fördergelder, neu möbliert. Der höhere Komfort, das heißt der dafür nötige Raumbedarf, wirkt sich auf die Zahl der Plätze aus. Statt 190 werden es künftig noch 155 sein.

Die Miete beträgt nach Sanierung pauschal 250 Euro.

Die Wohnheime

Das Studentenwerk verfügt in der Südstadt über Wohnheime in der Hans-Beimler-Straße (Max-Kade-Haus) und in der Geschwister-Scholl-Straße.

In Schönwalde I bietet das Studentenwerk Wohnungen im Ernst-Thälmann-Ring 8-10 und in Schönwalde II in der Makarenkostraße an. Ferner gibt es ein Wohnheim in der Wilhelm-Holtz-Straße.

Auf dem Gelände der Fleischerwiese wurden nach der Wende in zwei Etappen neue Häuser gebaut.

Die 6 Wohnheimanlagen (außer Makarenkostraße) bieten 996 Plätze für Studenten.

Eckhard Oberdörfer

Greifswalder Unternehmen will mehr denn je sozial und ökologisch agieren

11.08.2016

Noch ist die zweite Drehleiter für die Feuerwehren Greifswalds nicht eingetroffen.

11.08.2016

Der Verein Junger Europäer will krebskranken Kindern eine Freude bereiten

11.08.2016
Anzeige