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Greifswald Studentische Urabstimmung über Arndt kommt
Vorpommern Greifswald Studentische Urabstimmung über Arndt kommt
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11:50 18.10.2017
Mindestens 10 Prozent der Studierenden müssen sich für eine Urabstimmung aussprechen, damit diese Wirklichkeit wird. Quelle: P.Binder
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Greifswald

1056 Studierende der Universität Greifswald haben sich für eine Urabstimmung über den Namenspatron Ernst Moritz Arndt (1769-1860) ausgesprochen. Das Studierendensekretariat hat am Montag bestätigt, dass das für eine Urabstimmung notwendige Quorum von 1000 Unterschriften erreicht wurde, wie Unisprecher Jan Meßerschmidt mitteilt.

„Die Unterschriftenlisten wurden von mir unverzüglich an den Präsidenten des Studierendenparlaments weitergeleitet. Dieser ist nun laut Satzung verpflichtet eine Urabstimmung durchzuführen“, sagt Fabian René Fischer, Initiator der Unterschriftensammlung. Bereits am Dienstag kommt das Studierendenparlament zu einer Sitzung zusammen. „Aufgrund dieser neuen Situation akzeptieren wir die Entscheidung des Senates am Mittwoch über den Namenspatron erneut abzustimmen nicht“, sagt Fischer. „Wir bitten den Senat, die Abstimmung abzusagen und das Ergebnis der Urabstimmung abzuwarten.“

Am Mittwoch soll der engere Senat der Universität Greifswald eine Art Vorentscheidung über den Antrag auf Ablegung des Namens Ernst Moritz Arndt treffen. Der engere Senat könnte beschließen, den Antrag auf einer der kommenden Sitzungen vom erweiterten Senat abstimmen zu lassen. Er könnte auch einen anderen Weg festlegen, beispielsweise das Ergebnis der studentischen Urabstimmung abzuwarten oder erst eine Diskussion durchzuführen. Möglich ist allerdings auch, dass der engere Senat entscheidet, den Antrag auf Namensablegung dem erweiterten Senat erst gar nicht vorzulegen. In diesem Fall wäre der Antrag vom Tisch. Im engeren Senat sitzen 22 Personen, darunter zwölf Professoren. Im erweiterten Senat mit 36 Personen sind zwölf Studenten, zwölf Professoren und zwölf Unimitarbeiter Mitglied.

Der erweiterte Senat muss die Namensänderung mit Zwei-Drittel-Mehrheit beschließen. Der Senat ist nicht an das Ergebnis einer Urabstimmung gebunden. Diese muss durchgeführt werden, wenn sich mindestens zehn Prozent der Studierenden dafür aussprechen.

Katharina Degrassi

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