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Greifswald Swinemünde: 225 Millionen Euro für zwei Kilometer Tunnel
Vorpommern Greifswald Swinemünde: 225 Millionen Euro für zwei Kilometer Tunnel
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00:00 05.05.2017
Swinemündes Stadtpräsident Janusz Zmurkiewicz (l.) und ein Regierungsvertreter unterzeichneten den Vertrag zum Tunnelbau auf einer Fähre. Quelle: Foto: Rj

Vertreter Polens erhoffen sich vom geplanten Tunnelbau unter der Swine Entwicklungsimpulse für die Küstenregion. „Die Lösung der festen Verbindung zwischen den Inseln Usedom und Wollin hat eine grundlegende Bedeutung und bestimmt die richtige Entwicklung in allen Stadtbereichen, darunter der wichtigsten – Wirtschaft und Tourismus“, erklärt der Swinemünder Stadtpräsident Janusz Zmurkiewicz.

Finanzierung steht / Fertigstellung Ende 2021 / Polnische Seite erhofft sich vom Verkehrsprojekt Entwicklungsschub für Wirtschaft und Tourismus

Polens stellvertretender Ministerpräsident Mateusz Morawiecki freut sich, dass nun endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden: „Anstatt den Tunnel zu bauen, wurde seit Jahrzehnten nur darüber gesprochen. Nun ist endlich eine Entscheidung gefallen, um diese Investition zu realisieren.“ Der Vertrag über die Finanzierung des mit Kosten von 225 Millionen Euro veranschlagten Verkehrsprojekts war in der vorigen Woche an einem symbolischen Ort – auf der Fähre „Karsibór“ – unterzeichnet worden. An der Feierlichkeit hatten auch Vertreter der Regierung teilgenommen. Die Pläne sind klar umrissen. Der Tunnel zwischen Usedom und Wollin soll eine Länge von rund zwei Kilometer haben und bis Ende 2021 fertig sein. Die Förderung aus Mitteln der Europäischen Union beträgt 85 Prozent. Der Auftragnehmer für das Großvorhaben soll noch 2017 bestimmt werden. Der Durchmesser des Tunnels beträgt laut Planung zwölf Meter. Es wird eine Fahrbahn gebaut, die in beide Richtungen befahrbar ist. Darunter entsteht ein Nottunnel.

Etwa 80 Prozent der Einwohner Swinemündes leben auf der Insel Usedom. Viele von ihnen stehen jeden Tag in der Warteschlange vor der Fähre, die Usedom und die Nachbarinsel Wollin miteinander verbindet. Besonders prekär stellt sich die Situation im Sommer dar, wenn zusätzlich rund 10000 Touristen pro Tag in die Swinestadt strömen. Einige der Stadtfähren sollen auch nach dem Tunnelbau weiter zwischen den Inseln pendeln, aber ihre Bedeutung wird dann nur noch symbolischer Natur sein.

Die Mittel für die Investition kommen aus dem Wettbewerb des EU- Programms Infrastruktur und Umwelt 2014 bis 2020. Das Tunnelbau-Projekt ist eines von 27 Vorhaben, die eine Finanzierung erhielten.

Der erste Anstoß für den Tunnelbau erfolgte vor etwa 20 Jahren zu Zeiten des damaligen Präsidenten von Swinemünde, Stanislaw Mozejko. Der Aktivist der Gewerkschaft „Solidarnosc“ den Moment der Unterzeichnung des Vertrages nicht mehr erlebt. Er starb am 17. April dieses Jahres.

Bedenken auf dem deutschen Inselteil

Der geplante Tunnel treibt vielen Usedomern auf der deutschen Seite Sorgenfalten ins Gesicht. Vor allem im Ort Zirchow unweit der Grenze sind die Einwohner unzufrieden. Durch das Dorf nahe des Flughafens Heringsdorf führt die viel befahrene Bundesstraße 110. Durch die Tunnelverbindung könnte die Belastung weiter zunehmen. Seit Jahren fordern die Zirchower eine Umgehungsstraße.

Radek Jagielski

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