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Greifswald Taekwondo: Volle Matten und zerbrochene Dachziegel
Vorpommern Greifswald Taekwondo: Volle Matten und zerbrochene Dachziegel
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00:00 21.03.2017
Greifswald

Als Norbert Kaspersky seine rechte Hand in Richtung Hallendach schnellen ließ, stockte einigen Zuschauern der Atem. Wenige Sekundenbruchteile später zertrümmerte er zwölf übereinander gelegte Dachziegel. Imposant, wie auch die Zuschauer fanden. Jubelschreie und tosender Beifall waren dem Kampfsportler somit sicher.

Norbert Kaspersky ist mit 60 Jahren der Oldie in der Sektion Taekwondo der HSG Uni Greifswald. Er war beim 10. „Startercup“ der älteste Teilnehmer, aber nur im Showprogramm aktiv. Gedacht ist diese Veranstaltung für die Anfänger in dieser Sportart. In vielen Fällen war es die erste Berührung mit Gegnern auf Wettkampfebene.

Auf drei Matten kämpften 115 junge Kampfsportler um die begehrten Titel des Jubiläumsturniers. „Das ist zahlenmäßig ein sehr starkes Teilnehmerfeld“, sagt Anne Räther vom Organisationsteam. „Diesmal waren wesentlich mehr Starter dabei als im Vorjahr. Zu einem neuen Teilnehmerrekord hat es jedoch nicht ganz gereicht.“

Dennoch war der „Startercup“ ein voller Erfolg. „Unsere fünf Greifswalder Kämpfer haben sich ganz achtbar aus der Affäre gezogen.“, sagt Räther.

Felix Goritzka wusste vollends zu überzeugen und feierte nach glanzvollen Auftritten im Halbfinale und Finale einen überzeugenden ersten Platz. Sein Teamkollege Christopher Holtz stand ihm nicht viel nach und musste sich erst im Finalkampf knapp geschlagen geben. Am Ende verbuchte er einen tollen zweiten Platz. Leonard Drews und Erik Grothe, mit jeweils dritten Plätzen, und Rupert Ziegeler, mit einem vierten Platz, rundeten das hervorragende Ergebnis der Greifswalder Starter ab.

„In der Mannschaftswertung reichte es für einen beachtlichen achten Platz“, resümiert Räther, wohlwissend, dass die eingeladenen polnischen Mannschaften allesamt mit einer größeren Teilnehmerstärke angereist waren und allein deswegen schon weitaus bessere Chancen auf gute Mannschaftsplatzierungen mitbrachten. So war es auch nicht verwunderlich, dass alle drei vorderen Plätze an die polnischen Teams gingen. Die beste deutsche Mannschaft, die „Dragons Berlin“, wurde immerhin Vierte.

Abgerundet wurde diese tolle Veranstaltung mit einem kleinen Showprogramm. „Allerdings konnten wir wegen einiger technischer Probleme in den Morgenstunden und die damit verbundene Zeitverzögerung nicht das komplette Programm darbieten“, sagt Räther. „Doch wir haben in diesem Jahr noch einige Veranstaltungen, da wird dann ganz sicher noch das eine oder andere Element des einstudierten Showprogramms zu bewundern sein.“

Dabei sein wird dann auch wieder Norbert Kaspersky, der Oldie der Taekwondo-Kämpfer. Und wer weiß, vielleicht darf seine rechte Hand dann nicht „nur“ zwölf Dachziegel zertrümmern.

Peter Krüger

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