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Tagesschau-Sprecherin dreht Reportage auf Usedom

Heringsdorf Tagesschau-Sprecherin dreht Reportage auf Usedom

Judith Rakers: „Die Insel und ihre gut gelaunten Menschen begeistern mich“

Heringsdorf. Samstagnachmittag, Drehpause. Judith Rakers (41), TV-Journalistin und Sprecherin der ARD-Tagesschau, entspannt im Cottage Heringsdorfer einer Villa. In Wohlfühlklamotten gehüllt, liegen vor ihr die detaillierten Abläufe des abendlichen Drehs beim Bansiner Feuerwerk. „Der Festumzug am Vormittag war toll, da konnte mein Team bereits wunderbare Aufnahmen machen“, berichtet die Hamburgerin, die noch bis zum Donnerstag auf Usedom unterwegs ist, um eine weitere ihrer Insel-Reportagen (diesmal sogar 45 statt 29 Minuten lang) zu produzieren. Die OZ sprach mit ihr über ihre diversen Jobs, die Insulaner und den abstiegsbedrohten HSV.

 

OZ-Bild

Pause zwischen Drehterminen. Judith Rakers entspannt und bereitet sich zugleich auf die nächsten Termine und Themen vor.

Quelle: Foto: Steffen Adler

Frau Rakers, man kennt Sie als Rügenfan, wie schneidet im Vergleich dazu Usedom ab?

Judith Rakers: Na ja, ich bin ja erst wenige Tage hier, aber der Festumzug heute Vormittag in Bansin, an dem ich in einer Kutsche teilnehmen durfte, hat mich beeindruckt. Und so einen Trabant mit dem Urlaubszelt auf dem Dach hatte ich noch nie im Original gesehen. Am meisten gefallen hat mir aber, wie gut gelaunt die Menschen hier sind. Es herrscht eine große Offenheit, man ruft sich über den Gartenzaun etwas zu. Der Bürgermeister scheint jeden zu kennen.

Haben wir also eine Chance, einen neuen Promi als Urlauber zu gewinnen?

Ich kann es mir für die Zukunft tatsächlich vorstellen. Bislang habe ich ja gern Urlaub auf Rügen gemacht. Dorthin nehmen mein Mann und ich unsere drei Pferde mit, es ist einfach traumhaft.

Ich habe einen tollen Reiterhof entdeckt, werd’ mir aber auch einen auf Usedom ansehen. Mal schauen ...

Was sind Ihre ersten Eindrücke von der Natur auf Usedom, vom feinsandigen Strand?

Der soll ja tatsächlich ganz besonders sein ... Ich bin mit dem Zug angereist, um mich auch ein bisschen in die Natur „einzuschauen“, mich vorzubereiten. Unterwegs hab ich übrigens auf Facebook nach meinem Post, auf Usedom drehen zu wollen, hunderte Kommentare, Tipps und Anregungen bekommen, was ich mir unbedingt anschauen sollte. Das fand ich schon mal rührend.

Beeindruckt Sie die BäderarchiteKtur?

Ja, obwohl ich Ähnliches ja von Rügen kenne. Aber hier ist auf engerem Raum doch noch weit mehr zu entdecken. Das ist schon ein Markenzeichen.

Sie haben bereits Reportagen über Sylt, Föhr und Rügen gemacht. Haben Sie alle etwas ganz Spezielles?

Das kann man so sagen. Rügen ist für mich so etwas wie die vielfältigste Insel, Sylt die Insel der Strände und der kargen Landschaft, Föhr ist sehr ruhig, man möchte fast meinen beschaulich. Ja, und Usedom bin ich ja gerade dabei, kennenzulernen. Das wird man dann ja im Herbst im TV sehen, einen Sendetermin haben wir aber noch nicht. Bislang kann ich aber nur feststellen: Die Insel und ihre freundlichen Menschen begeistern mich.

Dabei gelten die Vorpommern doch gelegentlich eher als zurückhaltend.

Das kann ich nicht bestätigen. Ich treffe viele leidenschaftliche Leute, manche sammeln Traktoren, andere Bademode, das gefällt mir.

Während wir hier über Usedom sinnieren, spielt der HSV gegen den Abstieg aus der Bundesliga, berührt Sie das?

Ja, ich bin Fan, möchte aber im Moment gar nicht daran denken. Ich bleibe optimistisch, der Verein schafft den Klassenerhalt.

Was hat für Sie den höheren Stellenwert, der Job als Nachrichtensprecherin oder Ihre vielfältige journalistische Arbeit?

Ich bin gern so breit aufgestellt und mache alles mit großer Lust und Neugierde. Da möchte ich gar nichts hervorheben. Meine Talkshow mit Giovanni di Lorenzo ist mir genau so lieb wie meine bereits produzierten Reportagen, die Show „Pleiten, Pech und Pannen“ und die Moderation einer richtig großen Gala. Ich habe das Glück, all das machen zu können, was mir Spaß bereitet.

Steffen Adler

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