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Greifswald Teiche fehlen – Brandschutz in Gefahr?
Vorpommern Greifswald Teiche fehlen – Brandschutz in Gefahr?
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00:01 10.02.2018
Mehr Schilf- als Feuerlöschteich: das Gewässer nahe dem Neuenkirchener Gewerbegebiet. Quelle: Foto: Peter Binder
Neuenkirchen

Einen Löschwasserteich gibt es in Leist III nicht. Nur ein Soll, also ein kleines Wasserloch, steht in dem Ortsteil Neuenkirchens der Feuerwehr zur Verfügung. Ein Beispiel dafür, dass die Gemeinde wie viele andere auch in Vorpommern-Greifswald ein Löschwasserproblem hat.

Was ist die beste Lösung für welchen Ortsteil? Ein Teich, ein unterirdischer Wasserspeicher, ein Hydrant, ein Brunnen? „Wir brauchen ein Löschwasserkonzept“, ist Bürgermeister Frank Weichbrodt überzeugt. Das soll ein Planungsbüro erarbeiten. Eigentlich wollte die Gemeindevertretung schon im Januar darüber reden, aber es lag noch kein Angebot vor. Leider stelle das Land für diese Investitionen in neue Löschteiche keine Fördermittel zur Verfügung, kritisiert der Bürgermeister.

Andererseits ist das Bereithalten von Löschwasser teuer. Darum müssten Prioritäten gesetzt werden. Ein unterirdischer Speicher kostet etwa 95000 Euro, hat aber den Vorteil, dass die Unterhaltskosten sehr gering sind. Ein Teich sei billiger, aber der Unterhalt ist nicht nur teuer, sondern auch schwierig. Schnell wird so ein Teich zum Biotop, Ausbaggerungen sind dann nur zu bestimmten Zeiten mit Genehmigung möglich. Für den neuen Löschteich an der Neuenkirchener Schule mussten immerhin 65000 Euro aufgewandt werden. Vor großer Trockenheit ist man damit nicht geschützt. „2016 waren unsere Löschwasserteiche weitgehend ausgetrocknet“, erinnert der Bürgermeister. „Ein Hydrant muss 48 Kubikmeter Wasser pro Stunde, und zwar für die Dauer von zwei Stunden liefern können. So steht es in der Vorschrift“, erläutert er eine weitere Möglichkeit für den Brandschutz.

Die Gemeinde investiere aber bereits in die Löschwasserversorgung, betont der Bürgermeister. Aktuell wird der Teich am Bebauungsplan Kohlgraben grundsaniert. „Da wurde zuletzt nur noch Schlamm statt Wasser gefördert.“ Der Schlamm ist das nächste Problem. Früher wurde er, wenn nicht kontaminiert, von den Landwirten abgenommen. Das ist vorbei. „Weil er zu nährstoffreich ist, können ihn die Bauern nicht mehr auf den Feldern ausbringen“, erläutert der Bürgermeister den Konflikt. Darum wird der Schlamm erst einmal auf einer Gemeindefläche gelagert.

Neuenkirchen wollte ferner den Teich nahe der abgerissenen Marktkauf-Tankstelle für den Brandschutz des großen Gewerbegebietes (Marktkauf) nutzen. „Dieser Schlamm war zu stark kontaminiert“, so der Bürgermeister. Er müsste daher auf eine Sondermülldeponie gebracht werden.“ Angesichts geschätzter Kosten von 100000 Euro wurde das Vorhaben von der Gemeinde abgeblasen.

Echter Handlungsbedarf bestehe auch in Wampen. Das Dorf ist langgestreckt. Die maximale Schlauchlänge von 300 Meter vom Feuer bis zum Wasserreservoir ist nicht überall gewährleistet.

„Der Brandschutz ist wichtig“, betont der Bürgermeister. Darum wolle man kurzfristig einen Kommandowagen beschaffen, nachdem der alte im letzten Jahr ausgefallen war. Außerdem plant die Gemeinde den Kauf eines Löschwasserfahrzeuges. Von den dafür nötigen über 300000 Euro übernehmen Kreis und Land jeweils ein Drittel.

Eckhard Oberdörfer

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