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Greifswald Telekom versetzt Familie gleich vier Mal
Vorpommern Greifswald Telekom versetzt Familie gleich vier Mal
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01:22 23.08.2014
Michael Hecht und Tochter Magdalena sind traurig: Seit drei Wochen funktioniert das Telefon nicht. Quelle: cm
Lubmin

Seit vor drei Wochen am 3. August nahe des Wohnhauses von Michael Hecht in Lubmin der Blitz einschlug, schweigt sein Telefon. Kein Piep dringt aus dem Hörer. Sein Netzanbieter, die Deutsche Telekom, hat sich dabei bislang nicht mit Ruhm bekleckert. Im Gegenteil. Michael Hecht und sei- ne Familie sind stinksauer auf das Kommunikationsunternehmen.

Denn das Problem sollte längst geklärt sein. „Ich habe am 5. August morgens über die Online-Störungsmeldung den Schaden bekannt gemacht. Bereits wenige Minuten später wurde ich zurückgerufen und die freundliche Mitarbeiterin vereinbarte mit mir einen Termin für den Monteur“, berichtet Michael Hecht. Zu diesem Zeitpunkt sei er noch sehr zufrieden mit dem Service gewesen, schildert der Familienvater.

Das gab sich schnell. „Am 9. August wollte der Techniker bei uns sein. Ich habe extra von der Arbeit frei genommen“, berichtet er. Wer nicht bei Familie Hecht klingelte, war der Techniker. „Es gab auch keinen Rückruf oder eine Entschuldigung. Wir hörten — nichts“, sagt er. Dafür stand am 12. August plötzlich der Monteur vor der Tür, unangemeldet. Glücklicherweise war Kathrin Hecht, die im Schichtdienst auf der Intensivstation der Unimedizin in Greifswald arbeitet, gerade zu Hause. „Der Mann hat die Steckdose überprüft und dann gemeint, dass es daran nicht liegen könne. Er riet deshalb zu einem neuen Router“, erzählt die Frau.

Nach Rücksprache mit dem Kundendienst und einer Überprüfung des Routers konnte ausgeschlossen werden, dass er kaputt ist. „Aber ein Anruf übers Telefon war immer noch nicht möglich“, ärgert sich der Lubminer. Auch zwei weitere vereinbarte Termine mit dem Techniker am 13. und 16. August blieben erfolglos, an beiden Tagen erschien niemand von der Telekom bei Familie Hecht. Dabei ist die Familie nicht die einzige Betroffene eines Gewitterschadens. Mehrfach hielten vor Nachbarhäusern Telekom-Autos, um Reparaturarbeiten auszuführen. „Nur wir blieben außen vor“, ärgert sich Hecht. Zwar könne er mit dem Handy telefonieren, doch er habe extra aus Kostengründen eine Flatrate fürs Festnetz vereinbart, so der Vater.

Auch Magdalena, die vierjährige Tochter, ist geknickt. „Ich kann meine Omi nicht anrufen“, erzählt sie traurig. „Was uns so ärgert, ist die Tatsache, dass ich mehrfach von der Arbeit freigenommen habe, weil der Techniker kommen wollte. Klar kann der verhindert sein, aber dann entschuldigt man sich. Hier passiert gar nichts und ich vergeude meine Freizeit“, schimpft Michael Hecht. Vorgestern erhielt die Familie eine Blumenkarte der Telekom mit der Aufschrift „Es tut uns leid“. Michael Hecht winkt ab. Ein Techniker, der seinen Beruf versteht, wäre ihm lieber gewesen.

Die Telekom-Pressestelle hatte zwar keine plausible Erklärung, warum sich die Reparatur so hinzieht. Das Unternehmen zeigte aber Verständnis für die Verärgerung. Am Nachmittag zwischen 15 und 17 Uhr sollte nun endlich die Reparatur erfolgen. Kurz nach 15 Uhr erhielt Michael Hecht einen Anruf der Telekom, dass niemand komme. Die Fehlersuche habe ergeben, dass an einem für seinen Anschluss wichtigen Knotenpunkt ein Bauteil kaputt sei und ausgetauscht werden müsse. „Das soll kommende Woche erfolgen. Ich bin gespannt“, meint Hecht. Er rechnet weiter mit Ärger.

Bei der Telekom passiert gar nichts. Ich warte auf den Monteur und vergeude unnütz meine Freizeit.“Michael Hecht aus Lubmin



Cornelia Meerkatz

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