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Greifswald Test bestanden
Vorpommern Greifswald Test bestanden
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00:00 13.10.2018
Greifswald

Seit Ende August ist der neue, 18 Meter lange Gelenkbus in in Schönwalde und dem Ostseeviertel unterwegs.

Jan Gloger im Rollstuhl und Mitglieder des Blinden- und Sehbehindertenvereins Greifswald testen den neuen Gelenkbus. Quelle: Foto: Peter Binder

Für einige Mitglieder des Blinden- und Sehbehindertenvereins Greifswald war es nun an der Zeit, den neuen Bus auf seine Behindertenfreundlichkeit zu testen. Verkehrsmeister Andreas Zahnow führte den Mitgliedern sowie einem Rollstuhlfahrer und weiteren Interessierten am Mittwoch vor, was der neue Bus alles so kann und hat. Mit dabei waren die Behindertenbeauftragte Monika Kindt und der Präventionsbeamte Mario Tschirn.

Für Freude bei einigen Mitgliedern des Vereins sorgte vor allem die neue automatische Ansagefunktion der Haltestellen, die sowohl innen als auch außen zu hören ist. „So muss ich nun nicht mehr den Busfahrer fragen, welche Busnummer das genau ist“, sagt Bernd Uhlig, Vereinsvorsitzender. Auch die zahlreichen Halterungen im Inneren sind für Uhlig eine Verbesserung. „Dass es sogar eine Halterung direkt im Gelenk gibt, überrascht mich.“ Uhligs Gesamturteil fällt positiv aus. Ähnlich sieht das auch Vereinsmitglied Ralf Sperling. Auch für ihn ist der neue Gelenkbus, der 169 Fahrgästen Platz bietet, eine Verbesserung in Sachen Blindenfreundlichkeit.

Wie die anderen Busse verfügt auch der Gelenkbus über eine Rollstuhlrampe. Statt nur einen Rollstuhlplatz wie in den alten Bussen gibt es im Gelenkbus zwei Plätze für Rollstuhlfahrer. Bis 2020 werden alle Busse über mindestens zwei Rollstuhlplätze verfügen. Eine Verbesserung, findet der Greifswalder Jan Gloger, der auf einen elektronischen Rollstuhl angewiesen ist. Nicht selten hätte er auf den nächsten Bus warten müssen, wenn der eine Platz schon besetzt war. Nur eines missfällt Gloger: Aus Sicherheitsgründen sollen Rollstuhlfahrer in Fahrtrichtung rückwärts sitzen und den Bus auch wieder rückwärts verlassen. Gleiches gelte im übrigen auch für Nutzer von Rollatoren, „um Verletzungen durch Hinfallen zu verhindern“, wie Tschirn sagt. Für Rollstuhlfahrer und Menschen, die auf Rollatoren angewiesen sind, kein leichtes Unterfangen. „Das müssen sie vorher üben“, so Tschirn weiter.

In wenigen Wochen wird ein zweiter Bus in der Hansestadt eingesetzt.

Christin Lachmann

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