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Theaterläben II

Theaterläben II

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Ik heff över dwi Anfäng von dat Grypswolder Theater schräben bet tau dei Tiet, wo Grypswold eenen egenen Theaterbu 1913/14 kreech unner dei Leitung von Emanuel Voß, ierst up egene Räknung un denn as Intendant, von dei Stadt anstellt.

Dei Opern-Inszenierungen övernehm Voß sülfst, so 1915/16 Wagners „Walküre“ un 1921 „Parzival“. As hei 1928/29 Brechts „Dreigroschenoper“ in Szene sett'te, würd dei Upführung von'n Oberbörgermeister verbaden. Dei Nationalsozialisten entleeten den Intendanten Voß 1936, dei as Tenor na Hamburg güng. Wiel dat Theater denn künstlerisch un wirtschaftlich dei Neddergang drauchte, halte dei Stadt Voß

1942 trööch. Tau un na Kriegsend geew dat eene Paus'. Voß künn dat Theater över all an'n 15. Juni 1945 wedder eröffnen un dei Inszenierung von Goethes „Iphigenie“ vörbereiden, dei an'n 1. September Premiere harr.

Een tweiter Höchtpunkt in disse Spältiet wier dei Upführung von Schillers „Don Carlos“ mit Norbert Christian as König Philipp. In'n Johr 1949 güng dei för Grypswold bedüdende Intendant in den „Ruhestand“. Hei nehm över an alle Premieren in dei Intendantenloge deil. Af 1950 würd dat Theater as „Volksbühne“ führt, späder as „Theater der Universitätsstadt“. 1960 geew dat denn in Grypswold bloots noch dat „Spräktheater“ un in Stralsund dat „Musiktheater“ mit gägensiedige Upführungen. 1968 keem denn noch dat Theater Putbus mit dat Schauspäl dortau, 1969 würd dat Theater Grypswold wedder sülfstännig.

Von 1954 bet 1966 wier ick Vörsitter von den „Besäukerrat“ (Theaterbeirat) von't Theater. Tau dei Tiet geew dat noch een „Theater-Klubhuus“ in dei Robert-Blum-Straat (ehemalige Waldmannsche Villa).

Dor hemm wi eene Stunn' vör dei Vörstellungen öfters mit dei Anrechtsbesäuker ut dei Dörper tausamensäten, dei mit Busse na Grypswold führt würden. So heff ik väle Gespräke över Theaterstücke un dei Wünsche von dei Taukieker führt. Jedenfalls würd so eene enge Verbinnung tau dei Theater-Besäuker herstellt, un manche Anrägungen künnen upgräpen warden. Een poor Schauspäler wieren bi dei Gespräke ümmer dorbi.

Hüüttaudaachs ward all johrelang över eee Theaterreform räd't un räd't. Ümmer geiht dat üm‘t Geld. So gifft dat väl Theater üm't Theater. Uns Theater gehört tau uns Stadt un wier un is een Stück Grypswolder Läben.

OZ

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