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Tierpark braucht dringend Hilfe bei der Teichsanierung

Greifswald Tierpark braucht dringend Hilfe bei der Teichsanierung

Dicke Schlammschicht lässt Gewässer der beliebten Freizeiteinrichtung stinken, aber Ausbaggerung kostet sechsstellige Summe

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Der zehnjährige Jerik aus Hamburg geht, wenn er in Greifswald zu Besuch ist, gern mit seinem Opa Lutz Wendt in den Tierpark. Dieser hat bereits festgestellt, dass der Teich häufig unangenehm riecht. Fotos (3): Peter Binder

Greifswald. Neuer Besucherrekord für den Heimattierpark der Hansestadt: Im vergangenen Jahr wurden 70 000 Gäste gezählt — so viele wie noch nie! Dennoch plagen Tierparkleiterin Heidi Schönherr und ihr Team Sorgen. Das Sorgenkind ist das Kernstück des Tierparks, der Teich. Mitten im Park gelegen, wird er trotz Fontäne immer mehr zur muffligen Angelegenheit — der Teich stinkt.

 

OZ-Bild

Dicker Schlamm beeinträchtigt die Qualität des Wassers im Teich enorm.“Heidi Schönherr, Tierparkleiterin

Quelle:

88 Arten vertreten

70 000 Besucher kamen im vergangenen Jahr in den Heimattierpark. Das ist ein neuer Rekord für die Einrichtung.

594 Tiere von 88 verschiedenen Arten haben im Greifswalder Tierpark ihr Zuhause.

„Grund dafür ist die dicke Schlammschicht, die sich im Laufe der Jahre abgesetzt hat und die Wasserqualität stark beeinträchtigt. Der Teich ist eben kein fließendes Gewässer“, erläutert sie. Der Teich wurde 1992 das letzte Mal ausgebaggert. „Jetzt müssen wir dringend handeln, nicht nur die Besucher beschweren sich über die Gerüche. Tiere gehen uns ein“, gibt sie zu bedenken. Cheftierpfleger Frank Tetzlaff nickt zustimmend: „Die Spiegelkarpfen haben den Schlamm nicht überlebt — und Karpfen halten viel aus“, sagt er.

Heidi Schönherr hat beim traditionellen Tierparkrundgang für die Greifswalder Bürgerschaftsfraktionen alle informiert. Bislang haben sich aber nur die Grünen des Problems angenommen.

Fraktionsgeschäftsführerin Frauke Fassbinder hat eine Kleine Anfrage an die Stadt gestellt, ob bereits Maßnahmen für die Sanierung geplant sind. Ende Januar gab es deshalb ein Treffen von Mitarbeitern der Wasserbehörde, des Abwasserwerks und eines Ingenieurbüros mit der Tierparkleitung. Dabei wurde die Erarbeitung eines Sanierungskonzepts angeregt.

Für die Grünen ist aber klar, dass ein solches Projekt ohne Fördermittel nicht zu stemmen sein wird. „Wir wollen das Sanierungskonzept so schnell wie möglich vorlegen und bemühen uns auch, Wege zur Finanzierung zu finden. Aber eine Ausbaggerung des Teiches bewegt sich im sechsstelligen Bereich“, macht Schönherr klar.

Ein erstes Gespräch habe es mit der Kommunalgemeinschaft Pomerania in Löcknitz gegeben. „Wir erhoffen uns Fördermittel aus dem deutsch-polnischen Kooperationsprogramm Interreg“, sagt die Tierparkleiterin. Nach ihren Worten spiele bei zukünftigen Planungen zur Weiterentwicklung des Tierparkgeländes die Nutzung des Teiches eine bedeutende Rolle. Dies gelte sowohl für die Tierhaltung als auch für die Besucherlenkung. Eine gute Wasserqualität sei deshalb unerlässlich.

„Die Unterstützung bei der Teichsanierung ist sehr wichtig für uns, denn der Tierpark soll weiterhin seine Attraktivität und Anziehungskraft besonders auch für junge Familien behalten. Dafür haben wir hart gearbeitet“, betont Frank Tetzlaff mit Blick auf die neuen, artgerechten und modernen Tiergehege, so bei den Stachelschweinen. Er verweist auch auf die fast fertige, neue Wildtierauffangstation für Greifvögel, Eulen, Störche und Igel. „Für die dort aufgenommenen Tiere haben wir dann auch Quarantäne- und Behandlungsräume und damit hervorragende Bedingungen, damit die Tiere später wieder ausgewildert werden können“, so der Cheftierpfleger.

Von Cornelia Meerkatz

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