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Greifswald Tierparkstörche als Leihmütter
Vorpommern Greifswald Tierparkstörche als Leihmütter
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00:34 05.05.2018
Glück im Unglück: Nachdem in Owstin eine Störchin in eine Stromleitung geflogen und gestorben ist, konnte der Storchenmann die vier Eier nicht mehr allein ausbrüten. Der Greifswalder Tierpark sprang ein. Der Storchenbeauftragte des Landkreises und Cheftierpfleger Frank Tetzlaff holte die Eier und schob sie zwei Storchenpaaren im Tierpark zum Ausbrüten unter. Der Versuch gelang - in zwei Wochen werden die Jungen schlüpfen. Quelle: Peter Binder
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Greifswald

Glück im Unglück: Der Storchennachwuchs ist dank der „Kuckucksei-Methode“ gerettet. Zu verdanken ist das alles Frank Tetzlaff, Cheftierpfleger des Greifswalder Heimattierparkes und Storchenbeauftragter des Landkreises. Nachdem in Owstin eine Störchin auf tragische Weise umgekommen war, sorgte er dafür, dass die befruchteten Eier im Tierpark anderen brütenden Störchen untergeschoben wurden. Nun wird alles gut.

Störchin geriet in Stromleitung

Das Drama begann in Owstin nahe Gützkow. Auf dem Gelände der dortigen Straußenfarm befindet sich  ein Mast mit Storchenhorst. Wie jedes Jahr ließ sich Adebar dort nieder und brütete. Dann der Schock: Die Störchin geriet in eine nahe Stromleitung, verletzte sich dabei so schwer, dass sie nicht mehr fliegen konnte, zu Boden fiel und verendete. Herr Storch brütete zwar weiter, weil sich beide Elterntiere immer dabei abwechseln, damit der andere Futter suchen kann. Doch nun fehlte die Störchin. Zum Glück war der Unfall in der Stromleitung vom Chef der Straußenfarm beobachtet worden. Der rief Tetzlaff zu Hilfe.

Tierpark ist Retter in der Not

Der Storchenspezialist holte die vier Eier mit Hilfe eines Hubsteigers aus dem Horst und schob sie zwei Storchenpaaren im Tierpark zum Ausbrüten unter. Der Greifswalder Heimattierpark beherbergt seit Jahren mehrere invalide Störche, die wegen Verletzungen nicht mehr in den Süden fliegen können und hier überwintern. Zwei Paare brüten regelmäßig gesunde Junge aus. Die zusätzlichen Eier waren für die Tiere sofort okay. Im Tierpark ist Frank Tetzlaff glücklich, dass der Versuch gelang - in etwa zwei Wochen werden die Jungen schlüpfen.

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