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Greifswald Trauung ohne Ringetausch
Vorpommern Greifswald Trauung ohne Ringetausch
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00:00 28.09.2017
Greifswald

Die Ehe begann 1952 mit einem kleinen Missgeschick: Während der Trauung in Züssow vergaß der Standesbeamte den Ringetausch. „Erst auf der Kutsche, die mein Vater organisiert hatte, ist es uns aufgefallen. Da haben wir uns die Ringe fix selbst aufgesteckt“, erzählt Sonja Bluhm. Seit 65 Jahren ist sie mit ihrem Klaus glücklich verheiratet. Groß gefeiert wird das seltene Fest der Eisernen Hochzeit am Wochenende. Dann kommt die ganze Familie zusammen. Dazu gehören neben den fünf Kindern des Paares mittlerweile zwölf Enkel und 13 Urenkel. „Ich bin inzwischen ein richtiges Urvieh“, meint Klaus Bluhm, der aus Ostpreußen stammt, lachend.

Der fast 88-Jährige hat seine Sonja (85), die aus Groß Kiesow stammt, auf einem Lehrgang für Pionierleiter kennen- und liebengelernt. Bevor er Biologie- und UTP-Lehrer auf Rügen wurde, hat er sich noch andere Berufe angeeignet. „Gelernt habe ich in einer Baumschule“, sagt er. Dann war er im Steinkohlenbergbau tätig. Die Offizierslaufbahn wurde ihm verwehrt, weil er aus bürgerlichen Verhältnissen kam. „Dafür wurde er ein guter Lehrer“, sagt seine Frau, die als Hortleiterin arbeitete. Weil das Gehör sehr nachließ, war er am Ende des Beruflebens Lagerleiter im Backwarenbetrieb.

Das Paar hat 40 Jahre auf Rügen in Binz gelebt. Nach der Wende zogen sie nach Greifswald in die Nähe der Tochter. Sie und die Enkelin helfen den Bluhms sehr, denn wegen gesundheitlicher Probleme ist das Leben für das eiserne Paar beschwerlicher geworden. Dennoch haben Klaus, der lange in der Ortsteilvertretung Schönwalde I aktiv war, und Sonja einen gefüllten Kalender.„Wir fahren jeden Monat mit dem Auto ins Theater nach Putbus“, sagt Klaus Bluhm. Hier in Greifswald hilft das Ehepaar Blinden beim Kegeln. „Und ich gehe zur Wassergymnastik“, so der Jubilar. Als Rezept für eine lange Ehe nennen beide „gegenseitiges Vertrauen, Wertschätzung und Kompromissbereitschaft“.

C. Meerkatz

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