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Treffpunkt Dubnaring: Hier spielt jeder mit jedem

Greifswald Treffpunkt Dubnaring: Hier spielt jeder mit jedem

Hunderte Freizeitfußballer fürchten, von der Stadt verdrängt zu werden

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Hier spielt jeder mit jedem. Die Freizeitspieler vom Dubnaring sind eine buntgewürfelte Gruppe. FOTO: PETER BINDER

Greifswald. Es wird eng im Dubnaring: Auf dem einzigen öffentlichen Bolzplatz des Greifswalder Stadtteils Südstadt/Schönwalde I (11000 Einwohner) tummeln sich Woche für Woche mehrere Hundert Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer. Als ob das nicht schon genug wäre, trainieren auch noch Vereinsfußballer aus Karlsburg, Züssow und Görmin auf dem Gelände.

 

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Ich wurde hier sofort herzlich aufgenommen. Walter Kaatz (23)

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Es macht mir hier riesigen Spaß. Wir sind wie eine Familie. Benjamin Schade (12)

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Jeder hat hier für jeden ein offenes Ohr. Das finde ich super. Ulf Nowack (28)

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Es macht mir hier riesigen Spaß. Wir sind wie eine Familie. Benjamin Schade (12)

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Ich wurde hier sofort herzlich aufgenommen. Walter Kaatz (23)

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Das wurmt all jene, die im Stadtteil zu Hause sind und keinem Verein angehören. Wie der 12-jährige Benjamin Schade. Der Junge kommt regelmäßig zum Platz, um „die anderen“ zu treffen. Die anderen – das sind Freizeitkicker wie er. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die Spaß daran haben, um einen Ball zu spielen. Ganz ohne die Vorgaben und Verbindlichkeiten einer Organisation.

„Wir sind hier wie eine Familie“, sagt der 17-jährige Marcel Dörnbrack. „Hat einer von uns Probleme, machen sich die anderen Gedanken, wie die zu lösen wären“, fügt Ulf Nowack (28) hinzu. „Fußball verbindet“, betont Enriko Wilke (37). Zu den Freizeitspielen im Dubnaring kämen auch viele Bewohner des Flüchtlingsheims in der Spiegelsdorfer Wende. „Wir duellieren uns mit dem Ball und nicht kulturell, so lernen wir uns kennen“, schildert Wilke.

Vier verschiedene Freizeitmannschaften gibt es mittlerweile in Greifswald. Der FC Dubbe ist eine von ihnen. Seine Anhänger blicken mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. „Im Sommer soll der Platz saniert werden. Danach wird er vielleicht auch für den Spielbetrieb von Vereinsmannschaften zugelassen. Ich fürchte, für uns wird es immer schwerer, hier zu festen Zeiten spielen zu können“, klagt Ulf Nowack. „Ja, wir haben schon etwas Angst davor, wie es nach dem Sommer weitergeht“, bekennt Mirko Schmelzer (30). Der Dubnaring sei der einzige öffentliche Platz weit und breit, auf dem jeder spielen könne.

„Wir wünschen uns, dass der Platz wenigstens einen Tag am Wochenende für alle frei ist, die dort spielen wollen“, macht Oliver Lubahn vom Freizeitteam „Greifswald united“ deutlich.

Unterstützt vom Stadtjugendring und von Straßensozialarbeitern, haben die Freizeitkicker ihre Erwartungen nunmehr an die Ortsteilvertreter von Südstadt und Schönwalde I herangetragen. Peter Multhauf, Ortsratsvorsitzender und linker Abgeordneter der Bürgerschaft, hat ihnen Beistand zugesagt. „Über uns hinweg gibt es keine Entscheidung zum Platz“, betont er. „Wir sind nicht gegen Leute von außerhalb, aber zuerst muss der Platz für die Greifswalder da sein“, meint Ortsratsmitglied Ibrahim Al Najjar (SPD) und weiß sich da einig mit den anderen Ortsteilvertretern.

Wird der Sportplatz im kommenden Jahr saniert, möchten die Freizeitkicker gerne einbezogen werden. „Wir haben eine Liste mit Verbesserungsvorschlägen für den Platz erarbeitet“, berichtet Ulf Nowack.

So sollte eine überdachte Sitzgelegenheit eingerichtet werden. Auch ein Spielplatz für Kinder wäre gut, da die älteren unter den Freizeitkickern nicht selten von ihren Familien begleitet werden.

Ob ihre Ideen bei der Stadt Gehör finden und sie auch nach der Sanierung ihre Zeiten auf dem Dubnaring bekommen, bleibt abzuwarten. Für viele steht fest: Die „Dubbe“ sollte ein generationenübergreifender Treffpunkt bleiben.

Chris-Benjamin Beling und Eckhard Oberdörfer

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