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Greifswald Trotz Merkel-Sieg: Der CDU ist nicht zum Feiern
Vorpommern Greifswald Trotz Merkel-Sieg: Der CDU ist nicht zum Feiern
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00:00 25.09.2017
Greifswald

Allens bliwwt bin Ollen: Angela Merkel hat ihr Direktmandat im Wahlkreis 15 erneut verteidigt. 44 Prozent der Vorpommern, die an der Wahl teilgenommen haben, stimmten dafür, dass die Kanzlerin die Interessen der Region erneut als direkt gewählte Abgeordnete in Berlin vertritt. Im Vergleich zum Bundesergebnis von nur 33 Prozent ist das noch herausragend.

Dennoch: Betretene Mienen am Wahlabend bei der CDU von Vorpommern-Rügen und Stralsund. Das im Vergleich noch relativ gute Ergebnis der Kanzlerin in ihrem Wahlkreis ist Nebensache. „Jetzt wartet ein hartes Stück Arbeit auf uns. Wir müssen das Vertrauen der Wähler zurückgewinnen“, versucht Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow nach vorn zu schauen. Bei der CDU-Wahlparty im Greifswalder Restaurant Friedrich sieht sich die CDU hingegen als klaren Wahlsieger. „Schade, dass es nicht für schwarz-gelb gereicht hat“, sagt der Greifswalder CDU-Chef Axel Hochschild. „Eine große Koalition hätte ich besser gefunden als eine Jamaika-Koalition“, so Hochschild weiter. Zu Merkels Wahlkreis gehören die Hansestädte Stralsund und Greifswald sowie der Landkreis Vorpommern-Rügen und das Amt Landhagen am Stadtrand von Greifswald. Sie hat den Wahlkreis seit 1990 stets gewonnen. Ihr bestes Ergebnis erreichte sie bei der Bundestagswahl im Jahr 2013. Vor vier Jahren sprachen 56,2 Prozent der Wähler in Vorpommern der Kanzlerin ihr Vertrauen aus. Das schlechteste Ergebnis kassierte die heute 63-Jährige 1998 (37,3 Prozent). Dass Merkel ihr Direktmandat gegen den AfD-Mann Leif-Erik Holm (19,2 Prozent) verteidigt, sei für Vorpommern „enorm wichtig und ich bin dankbar dafür. Sie hat uns als Region vorangebracht“, so Badrow.

Nachdem am Abend fast alle Wahlbezirke in Vorpommern-Rügen und Greifswald ausgezählt sind, deutet sich an, dass die Region neben Holm weiter von einem Frauen-Dreier vertreten sein wird: Angela Merkel (CDU), Sonja Steffen (SPD) und Claudia Müller (Grüne). Vielleicht sogar von einem Vierer: Kerstin Kassner (Linke) hat aber zu später Stunde kaum Hoffnung. Holm gelingt der Einzug über die AfD-Landesliste, auf der er auf Platz 1 steht.

Benjamin Fischer

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