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Greifswald Umfrage zeigt: Kita-Essen deutlich teurer geworden
Vorpommern Greifswald Umfrage zeigt: Kita-Essen deutlich teurer geworden
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17:34 24.06.2015
Kita-Kinder beim Essen in Greifswald: Seit Januar gilt in MV das Gesetz über die Vollverpflegung. Quelle: Peter Binder
Greifswald

Seit Anfang des Jahres gilt in den Kitas in Mecklenburg-Vorpommern die sogenannte Vollverpflegung, die eine Teilnahme an allen angebotenen Mahlzeiten zur Pflicht macht. Das Greifswalder Steinbeis-Institut hat jetzt in einer Online-Umfrage Eltern befragt, wie sich seitdem in ihrer Kita die Essenspreise entwickelt haben. Wichtigstes Ergebnis: Fast alle zahlen mehr.

43 Prozent der Befragten müssen demnach bis zu zehn Euro mehr im Monat ausgeben. Für mehr als jede vierte Familie (28 Prozent) stiegen die Kosten um bis zu 30 Euro monatlich, bei 16 Prozent sogar um mehr als 30 Euro. Lediglich 13 Prozent zahlen nicht mehr als vorher, so die bisherigen Ergebnisse der Umfrage, die noch bis Ende Juli läuft.

Angestoßen hat die Umfrage Katja Wolter, Leiterin des Greifswalder Instituts. Bei der Umsetzung halfen zwei Wissenschaftler der Universität Greifswald. „Es gibt keine Interessenvertretung von Kita-Eltern auf Landesebene“, sagt die Institutsleiterin, die in ihrer Freizeit Proteste gegen die Vollverpflegung organisiert. Die fehlende Interessenvertretung war der Anstoß für sie, die Befragung durchzuführen.

Die Vollverpflegung ist umstritten, bei einigen Kita-Trägern kam es zu massiven Kostensteigerugnen, in manchen Einrichtungen zahlen die Eltern mehr als 100 Monat allein für das Kita-Essen für ein Kind. Katja Wolter ist auch stellvertretende FDP-Landesvorsitzende. Mit ihrer politischen Arbeit habe das Kita-Engagement nichts zu tun.

Bisher haben 300 Eltern an der Umfrage beteiligt. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ. Katja Wolter hofft, dass sich noch mehr Eltern beteiligen. 


Hier geht es zur Umfrage



Gerald Kleine Wördemann