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Umschlag im Industriehafen Lubmin nimmt zu

Lubmin Umschlag im Industriehafen Lubmin nimmt zu

Vor allem Raps und Holzhackschnitzel gehen über die Kaikante / Die fünf Liegeplätze sind immer belegt / Projektschiffe oft ganzjährig vor Ort

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Im Industriehafen Lubmin werden seit vergangenem Jahr auch Holzhackschnitzel umgeschlagen.

Quelle: Foto: Cornelia Meerkatz

Lubmin. Der Industriehafen Lubmin kann für das zurückliegende Jahr eine positive Bilanz ziehen. Anja Wolfgram, Projektleiterin des Zweckverbandes Energie- und Technologiestandort Freesendorf, zu dem der Hafen gehört, spricht davon, dass zunehmend auch Güter in Lubmin umgeschlagen werden.

Zu diesen Gütern zählen neben Raps für Lubmin Oils auch der verarbeitete Rapsschrot, Stammholz und Holzhackschnitzel sowie beim Kranbauer Liebherr gefertigte Stahlbauteile. „Insgesamt haben wir im zurückliegenden Jahr 185000 Tonnen umgeschlagen. Die über die Kaikante gehievte Tonnage liegt allerdings unter 100000 Tonnen“, sagt sie. Das sei im Vergleich zu anderen Häfen wie dem benachbarten Vierow sicher sehr viel weniger, allerdings stehe man auch nicht in direkter Konkurrenz. „Wir kommen gut miteinander aus. Lubmin wird sich aber beim Güterumschlag weiterentwickeln, auch weil bei einem der Liegeplätze hier direkt ein Verladegleis anliegt“, so Wolfgram. Im Industriehafen gelte deshalb, dass bei der Belegung der Liegeplätze Frachtschiffe immer Vorrang vor Projektschiffen haben.

Dass die fünf Liegeplätze mit jeweils 150 Meter Liegefläche immer belegt sind, sei vor allem den Großprojekten geschuldet, sagt die Projektleiterin. Dazu gehören Nord Stream und 50Hertz. Auch auf diesem Gebiet rechnen die Hafen-Verantwortlichen damit, dass in den kommenden Jahren die Nachfrage nach Liegeplätzen steigen wird. Das dritte Standbein des Industriehafens Lubmin sind Lagerflächen, die angemietet werden können „und wo wir zunehmende Nachfrage verzeichnen“, sagt Wolfgram.

Um noch effizienter zu arbeiten, seien außerdem wichtige Projekte in Arbeit, erklärt Axel Voigt, der Vorsitzende des Zweckverbandes und Bürgermeister der Gemeinde Lubmin. „Es ist vorgesehen, im Rahmen des B-Planes 1, für den der Zweckverband Träger ist, in den nächsten Jahren eine Rohrbrücke zusammen mit den Deutschen Ölwerken Lubmin zu errichten“, so Vogt. Dann könne die Ladung direkt vom Schiff ins Werk gepumpt werden. Das Umladen und der Transportweg zu Land entfalle.

Der Industriehafen Lubmin fungiert als Grenzübergang, es erfolgt immer eine Zufahrtskontrolle. „Unser Gelände ist verschlossen, kann nicht von jedem betreten werden“, sagt die Projektleiterin. Das sei nötig gewesen, weil sich Angler, die sich täglich an der Kaimauer einfinden, nicht an Absperrungen gehalten und ihre Angeln sogar von Ladung löschenden oder aufnehmenden Schiffen aus ins Wasser geworfen hätten. „Das haben wir mit der Einzäunung unterbunden“, meint Anja Wolfgram.

C. Meerkatz

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