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Greifswald Uni-Senat soll erneut über Arndt abstimmen
Vorpommern Greifswald Uni-Senat soll erneut über Arndt abstimmen
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11:10 10.10.2017
1 Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Greifswald

Die Diskussion um den umstrittenen Namenspatron Ernst Moritz Arndt (1769-1860) der Universität Greifswald könnte in eine neue Runde gehen. Demnach wollen die studentischen Senatoren eine neue Abstimmung des Senats über die Ablegung des Namens erwirken. Die sieben studentischen Senatoren begründen diesen Schritt im studentischen Online-Portal „Webmoritz“ damit, dass die Beschlussvorlage noch nicht zu Ende geführt worden sei.

Der Senat der Uni hatte im Januar die Ablegung des Namens mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit beschlossen. Der Beschluss war später vom Bildungsministerium wegen formaler Mängel nicht anerkannt worden. Der in Pommern geborene Arndt, Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung und Kämpfer für ein einheitliches Deutschland, ist wegen nationalistischer und antisemitischer Äußerungen umstritten. Der Name war der Universität 1933 zuerkannt worden. Nach der Entscheidung im Januar entbrannte in Greifswald ein hitziger Streit über die Namensablegung. Die Mehrheit der Greifswalder sprach sich für eine Beibehaltung des Namens aus.

Kritik an dem erneuten Vorstoß der Studenten kam von der CDU und der AfD. Eine Tilgung des Namens sei keine kritische Auseinandersetzung, sondern der Versuch die Geschichte Vorpommerns im Nachhinein politisch zu beeinflussen, sagte der Greifswalder CDU-Landtagsabgeordnete Egbert Liskow. Der AfD-Landtagsabgeordnete und Greifswalder Juraprofessor Ralph Weber bezeichnete die Studenten als „verblendete politische Ideologen“, die verbrannte Erde hinterlassen wollten.

dpa

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