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Uni hat jetzt Hörsaal mit 500 Plätzen

Greifswald Uni hat jetzt Hörsaal mit 500 Plätzen

Neuer Campus Loefflerstraße bietet erstmals Chance auf große internationale Tagungen / Sanierung und Umbau der Chirurgischen Klinik laufen / Innere Medizin wird als Letztes fertig

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Der große Hörsaal des neuen Campus Loefflerstraße hat 500 Plätze. Fotos (2): Peter Binder

Greifswald. Die Ernst-Moritz- Arndt-Universität kann jetzt auch große internationale Tagungen in eigenen Räumen durchführen. Gestern wurde der Hochschule das Hörsaalgebäude an der Loefflerstraße übergeben. Hier entsteht der neue Campus Geistes- und Sozialwissenschaften unter Einbeziehung zweier früherer Klinikbauten und des zugehörigen Heizhauses. Auch das Studienkolleg zieht aus der Makarenko- in die Loefflerstraße. Ingesamt investiert Mecklenburg-Vorpommern dafür rund 60 Millionen Euro. Als erstes Gebäude am Campus wurde im letzten Jahr der Neubau einer Bereichsbibliothek für Theologen und Geisteswissenschaftler an der Hunnenstraße übergeben.

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Neuer Campus Loefflerstraße bietet erstmals Chance auf große internationale Tagungen / Sanierung und Umbau der Chirurgischen Klinik laufen / Innere Medizin wird als Letztes fertig

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Knapp vier Meter reicht das Untergeschoss des jetzt fertiggestellten zweiten Neubaus im Zentrum der Anlage unter die Erde. Hier befinden sich zwei Hörsäle mit je 150 Plätzen. Darüber schwebt gewissermaßen das große Auditorium mit seinen 500 Plätzen. Bisher war der Hörsaal „Kiste“ in Schönwalde II mit etwa 350 Plätzen das größte Auditorium der Ernst-Moritz-Arndt-Universität.

„Oben haben wir Plätze für Rollstuhlfahrer“, zeigt Uwe Sander, der Leiter des Betriebs für Bau und Liegenschaften (BBL), bei der Besichtigung das Hauses. „Dort befinden sich auch die Kabinen für die Simultanübersetzer.“ Von oben dringt dankt des Einsatzes von Glas Tageslicht in das Auditorium. „Bei Bedarf kann das Oberlicht aber zugefahren werden“, betont BBL-Mitarbeiter Thilo Brause. Der sanfte Anstieg der Stuhlreihen sorgt dafür, dass von jeder Stelle Pult und Leinwände im vorderen Bereich gut zu sehen sind. Der große Hörsaal ist teilbar. Allerdings müsse der Hausmeister bei der halbautomatischen Anlage mit Hand anlegen, weil die einzelnen Segmente nicht bis zum Boden reichten, erläutert Lutz Dropczynski vom Architekturbüro „e-g-n-architekten“ bei der Funktionsprobe. Etwa 20 Minuten würden dafür veranschlagt. Eine Probe mit Musikeinspiel im geteilten Saal zeigt, dass die Studenten den Vortrag im anderen Bereich dank der Wand nicht hören würden.

An der Loefflerstraße wird weiter gebaut. 2017 soll eine Mensa mit Cafeteria übergeben werden. Dabei wird das frühere Heizhaus an der Hunnenstraße einbezogen. Auch die Arbeiten für die denkmalgerechte Sanierung der früheren Chirurgischen Klinik laufen bereits. Dieses massige und prägende Gebäude bekommt ein neues Dach. Plastikfenster werden durch Holzfenster nach historischem Vorbild ersetzt. An den inneren Strukturen des über 100 Jahre alten Krankenhauses werde sich nichts ändern, versichert Uwe Sander. Insgesamt sei dieses Haus recht gut in Schuss. Nur ein Hörsaalanbau wird durch einen Neubau ersetzt. Die Kosten für die Sanierung der früheren Chirurgie liegen bei etwa 13,4 Millionen Euro. Zum Schluss wird das älteste Gebäude, das 1859 eingeweihte Universitätskrankenhaus (Innere Medizin), erneuert. Es wird die neue Heimat der Rechtswissenschaftler.

Für die Sanierung des alten Universitätskrankenhauses gibt die Uni dem Land ein Darlehen von 15,4 Millionen Euro, das nach 2020 zurückgezahlt wird. Uwe Sander rechnet allerdings nicht damit, dass sich der ursprüngliche ehrgeizige Plan, den gesamten Campus bis 2019 fertigzustellen, verwirklichen lässt. Die Innere Medizin werde dann im Bau sein, schätzt er ein.

Der neue Campus bleibt übrigens komplett autofrei. Mit dem geschützten Apfelgarten vor der alten Chirurgie hat er sogar eine Oase der Ruhe aufzuweisen.

Radler und Fußgänger haben Vorrang

2013wurde der erste Grundstein für ein Gebäude des neuen Campus gelegt. Damit bekommt ein deutschlandweit einmaliges Ensemble von Klinikbauten des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts eine neue Bestimmung. Drei Neubauten entstehen zusätzlich. Für die Gestaltung wurde 2011 ein Architektenwettbewerb durchgeführt. Tradition und Moderne sollen verbunden werden. Die maximale Höhe gibt die frühere Chirurgie vor. Klinkeroberflächen und zwei Giebel an der Bibliothek interpretieren Greifswalder Bautraditionen modern neu. Der Campus wird behindertengerecht mit Markierungen und akustischen Signalen für Blinde. Nach Fertigstellung wird mit 3000 bis 4000 Nutzern des Campus gerechnet.

750 Stellplätze soll es künftig für Radfahrer geben, davon 120 überdacht, sodass ein richtiger Fahrradbahnhof entsteht. Für Pkw sind indes nur 24 Stellplätze in Richtung Ryck geplant. Der Campus selbst darf mit Autos nicht befahren werden.

Eckhard Oberdörfer

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