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Greifswald Uni künftig ohne Namen?
Vorpommern Greifswald Uni künftig ohne Namen?
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00:00 17.11.2016

Die Universität wird nicht erneut „eine große inhaltliche Debatte“ über ihren Patron Ernst Moritz Arndt führen. Das hat die vom Senat eingesetzte Namenskommission mit Mehrheit entschieden, informierte die Senatsvorsitzende Maria-Theresia Schafmeister gestern das Hochschulparlament. Stattdessen solle es eher um das Thema gehen, ob die Universität noch einen Patron benötigt oder nicht. Dazu werde es am 11. Januar eine Diskussionsveranstaltung für die Angehörigen der Universität geben. „Mit Eingangsreferaten zum Pro und Contra“, sagte Schafmeister. Nächster denkbarer Termin für eine Entscheidung im Senat ist damit der 18. Januar.

Damit gibt es keine Neuauflage der Diskussion von 2009/10. Damals bewegte die Debatte um Universitätspatron Ernst Moritz Arndt (1769 bis 1860) die deutsche Medienwelt und fand dank des Engagements der Initiative „Uni ohne Arndt“ sogar ein internationales Echo. Mit großem emotionalen Einsatz stritten Befürworter und Gegner. Vorausgegangen war ein Beschluss der Vollversammlung der Studenten.

Die einen sehen in Arndt eine Ikone der Freiheit, einen Streiter für Bauernbefreiung und deutsche Einheit. Seine Gegner brandmarken den gebürtigen Rüganer als „Franzosenfresser“ und Antisemiten.

Daran hat sich nichts geändert. Ursprünglich sollten Debatte und Entscheidung im Oktober und November erfolgen. Dass das nun nicht wenigstens auf der Sitzung im Dezember erfolgt, begründete Schafmeister mit der zeitgleich anstehenden Wiederwahl der Psychologieprofessorin Johanna Eleonore Weber als Rektorin. Dem hätten die studentischen Senatoren schließlich auch zugestimmt, informierte sie. Eine Debatte zur Empfehlung der Namenskommission im Senat gab es nicht.

Eine Urabstimmung der Studenten, Mitarbeiter und Professoren in ihren jeweiligen Gruppen über den Namen Ernst-Moritz-Arndt-Universität ist damit wohl vom Tisch. Diese hatten die Studenten ursprünglich per Antrag im Senat gefordert. Sie wäre auch online möglich. Aus der Debatte im Hochschulparlament um den Antrag der Studenten wurde ein „es ist möglich“ statt ein „es wird“. Bindend wäre so ein Votum ohnehin nicht, stellte der Senat im September fest. Nur das Hochschulparlament kann die Grundordnung und damit den Namen ändern. eob

OZ

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