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Uniforstmeister: Intelligente Teckel mit eigenem Willen

Hund, Katze, Maus: Die tierischen Lieblinge unserer Leser Uniforstmeister: Intelligente Teckel mit eigenem Willen

Die Hunde Seppl (3) und Quax (11) sind Mitglieder der Familie von Diest.

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Wolfgang von Diest mit Seppl und Quax.

Quelle: eob

Greifswald. Quax von der Sternhelle (11) ist kein gewöhnlicher Teckel. Er war schon mal Landesbester der Diensthunde von Mecklenburg-Vorpommern. Bald soll Sohn Seppl (3) in seine Fußstapfen treten und an Leistungsvergleichen teilnehmen. In diesem Monat nimmt er erstmals an einer Zuchtschau teil, die jagdliche Brauchbarkeitsprüfung hat er längst abgelegt. Das Herrchen von Quax und Seppl ist Uniforstmeister Wolfgang von Diest (52). Und der ist ganz vernarrt in seine Hunde. Den frechen Gesichtern könne kaum einer widerstehen, meint er. „Sie sind hochintelligent und haben Charakter und einen eigenen Willen.“ Doch das Leuchten in den Augen von Wolfgang von Diest darf nicht täuschen. In der Erziehung hat er strenge Regeln: „Liebe und Konsequenz sind auch bei Hunden die Grundlagen.“

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Ein Herz und eine Seele: Andrea Born und Kater Charlie. Vor vier Jahren gab sie ihm ein Zuhause.

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Die beiden Tiere begleiten den Uniforstmeister täglich in sein Büro. Leiter der Forst- und Liegenschaftsverwaltung steht an der Tür in der Domstraße 58a. Erst wenn Herrchen das Zeichen gibt, dürfen die beiden aufstehen. Vater und Sohn trennen exakt acht Jahre, sie wurden am 4. März 2002 beziehungsweise 2010 geboren. Seppl ist der Temperamentvollere von den beiden. Hunde und Herrchen verstehen sich ohne viele Worte. Wenn Familie von Diest auf Reisen gehen will, dann setzt sich Quax schon mal auf die Reisetasche, so als ob er sagen möchte: „Damit ihr mich auf keinen Fall vergesst.“ Er fährt auch gerne Auto. Und wenn Wolfgang von Diest den grünen Rock anzieht, dann wissen Quax und Seppl: Jetzt geht es auf die Jagd. Wenn dann noch der Schweißriemen umgelegt wird, bedarf es keiner Erklärungen. Die Hunde sollen geschossenes Wild mit Hilfe der Schweißspur (Schweiß steht in der Jägersprache für Blut) suchen. „Jagd ohne Hund ist Schund“, sagt von Diest. „Es sitzt nun einmal nicht jeder Schuss zu 100 Prozent.“

Der Sohn eines Försters ist mit Tieren aufgewachsen. „Mein Vater hat selbst erfolgreich Teckel gezüchtet“, erzählt der Diplom-Forstwirt. Aber auch Katzen, Hühner und Schweine lebten mit von Diests in Niedersachsen. Deutsch Drahthaar ebenso. „Das sind auch tolle Hunde“ , sagt von Diest. Aber seine Dackel, die haben doch viele Vorzüge, sind universell einsetzbar. Dank kurzer Beine kommen sie prima im Unterholz zurecht. Und was kaum einer glaubt, sie können auch apportieren, zumindest Enten. Von Diest kommt richtig ins Schwärmen. Seppl und Quax rühren sich derweil nicht von der Stelle, denn jetzt spricht Herrchen. Bei der Bundeswehr, beim Studium und der ersten Arbeitsstelle hätte man keine Tiere artgerecht halten können. „Aber als ich 1998 nach Greifswald kam, da war klar, ein Hund muss her“, sagt von Diest. Und da seine Frau auf einem Bauernhof groß wurde, war das auch für sie keine Frage. Die Teckel gehören zur Familie.

Charlie findet neues Glück
Lange sehnte sich die Greifswalderin Andrea Born nach einer Katze. Vor vier Jahren hatte ihre Suche ein Ende. Bei einem Schulpraktikum in einer Tierarztpraxis fand sie Charlie.

„Als ich am ersten Tag hinein kam, stand dort ein Käfig, aus dem mich ein Kater anlächelte“, erzählt Born. Auch Charlie war auf der Suche nach einem neuen Besitzer. Schnell wurde aus den beiden ein Paar. Doch zunächst musste Born das Findelkind gesundpflegen. Denn als sie sich den Kater genauer ansah, war sie schockiert: „Die vorherigen Besitzer haben Charlie schlecht behandelt und ihn mit einem gebrochenen Vorderlauf bei der Tierpraxis abgegeben.“

Auch heute noch pflegt sie Tag für Tag Tiere gesund. Vergangenes Jahr begann die 19-Jährige nach ihrem Abitur eine Ausbildung zur tiermedizinischen Fachangestellten. „Tiere sind sehr dankbar und geben oftmals mehr zurück, als es Menschen tun“, erklärt Andrea Born ihre Liebe zu Tieren.

Charlie sucht intensiv die Nähe zu Menschen. Spaziergängern folgt er wie sonst ein Hund an der Leine. Mit seinen weißen Spielbällen rennt er zu Frauchen, um herumzutoben. Der graugetigerte Kater nimmt seine Liebe zu Menschen manchmal zu genau. Wenn es ums Fressen geht, bevorzugt Charlie menschliche Nahrung. Besonders gerne frisst er Salami. „Die Angewohnheit kommt wahrscheinlich von seinen Vorbesitzern. Anfangs wollte er kaum Katzennahrung zu sich nehmen“, sagt Born.

Vor eineinhalb Jahren brachte Charlie Frauchen zu Angst und Tränen. Auf mysteriöse Weise brach er sich erneut einen Vorderlauf. „Bis heute wissen wir nicht, wie das passiert ist.“ Born mutmaßt einen Tritt von einem genervten Fußgänger. Das zumindest vermutete der Tierarzt, der Charlies Knochen wieder richtete und vergipste. Gerade Brüche, wie in diesem Fall, würden oft durch Tritte verursacht.

Wieder pflegte Born ihren Charlie. Sorgsam und liebevoll.

Leseraktion: Ihre Haustiere in der OZ
In der neuen Serie „Tierische Lieblinge“ stehen die Kaninchen, Hunde, Meerschweinchen und Katzen unserer Greifswalder Leser im Mittelpunkt. Rufen Sie an oder schicken Sie uns eine E-Mail, damit wir auch Sie zu Hause besuchen können. Seit wann gehört Ihr tierischer Liebling zur Familie? Was ist das Besondere an ihm? Welche witzigen Erlebnisse hatten Sie gemeinsam? Darüber hinaus berichten wir in den kommenden Wochen über Neuigkeiten aus Tierpark, Tierheim, Tierpension und Frisiersalon für Hunde. Auch mit Anregungen und Ideen können Sie sich jederzeit gerne an uns wenden:

lokalredaktion.greifswald@

ostsee-zeitung.de, ☎03834/79 36 87

Liebe und Konsequenz sind auch bei Hunden die Grundlagen der Erziehung.“Uniforstmeister Wolfgang von Diest (52)

 

Lars Schulz Eckhard Oberdörfer

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