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Uniklinik wieder unter den Top 100 in Deutschland

Greifswald Uniklinik wieder unter den Top 100 in Deutschland

„Focus“-Rangliste: Auch Karlsburg und Odebrechtstiftung gut platziert

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Krankenpfleger Tom Steinke, Krankenschwester Julia Rheinberg und die Ärzte Dr. Katrin und Denis Gümbel (von rechts) freuen sich über die gute Platzierung des Greifswalder Uniklinikums.

Quelle: Fotos: Peter Binder, Unimedizin Greifswald, Anette Pröber, Privat

Greifswald. Gute Nachrichten für das Greifswalder Uniklinikum. In der aktuellen Rangliste, die das Nachrichtenmagazin „Focus“ jedes Jahr veröffentlicht, hat es das Krankenhaus wieder unter die Top 100 der rund 1200 deutschen Kliniken mit ihren 3300 Fachkliniken oder -abteilungen geschafft.

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„Focus“-Rangliste: Auch Karlsburg und Odebrechtstiftung gut platziert

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2016 tauchten die Greifswalder Universitätsmediziner nicht unter den deutschen Top 100 auf. Konkret erreichen sie 2017 Rang 66 und somit den zweiten Platz in MV, hinter dem Uniklinikum Rostock, das erneut Platz 33 erreichte. Ganz oben stehen erneut die Berliner Charité und die Universitätskliniken von München und Dresden. Das Stralsunder Heliosklinikum steht auf Platz 88 (letztes Jahr Rang 75). Die Rangfolge beruht auf Erhebungen der Munich Inquire Media GmbH. Wichtigste Grundlage der Bewertung ist nach Angaben der Münchener Firma zu etwa 40 Prozent die Reputation, die Empfehlung durch andere Ärzte. Dazu kommen weitere Kriterien wie die Zahl der behandelten Fälle, die Zahl der Ärzte und Pflegekräfte, Qualitätsberichte, Patientenzufriedenheit und Antworten auf einen Fragebogen.

„Die gute Platzierung freut uns natürlich sehr“, betont der Ärztliche Vorstand, Prof. Claus-Dieter Heidecke. „Wir wollen uns aber weiter verbessern. Aber das braucht Zeit und systematische Arbeit.“

Zwar dürfe man solche Ranglisten nicht überbewerten und es würden auch nicht alle Fachgebiete einbezogen, sagt der Arzt. So würden einige Greifswalder Schwerpunkte wie die Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs vom „Focus“ nicht erfasst. Aber die deutliche Verbesserung sei schon ein Zeugnis der guten Arbeit, die seit 2016 geleistet wurde. „Es ist wichtig, dass die Arbeit der Mitarbeiter so anerkannt wird.“ Um eine bessere Platzierung im „Focus“- Ranking als 2016 hätten sich besonders Marie Le Claire als Kaufmännischer Vorstand und Prodekan Prof. Klaus Hahnenkamp verdient gemacht, schätzt Heidecke ein. Wer dem Nachrichtenmagazin nicht alle Daten liefert, dessen Chancen auf eine gute Platzierung sind schlechter.

Unter die Top 100 schafft es in der Regel ein Krankenhaus, das bei mindestens drei der 18 untersuchten Fächer eine Empfehlung erhält. Beim Uniklinikum Greifswald sind das die Behandlung von Brustkrebs und Hirntumoren sowie Zwangsstörungen und in der Kardiologie.

Odebrechtstiftung auch wieder mit ganz vorn

  Ebenfalls unter die Top 100 schaffte es wie in den vergangen fünf Jahren das Evangelische Krankenhaus „Bethanien“ der Greifswalder Odebrechtstiftung (Platz 93). Es liegt damit in Mecklenburg-Vorpommern vor dem Rostocker Klinikum Südstadt. Empfohlen wird das Haus für die Behandlung von Alzheimer, Angststörungen und Depressionen. Das sind drei der vier Krankheitsbilder, die im Krankenhaus „Bethanien“ behandelt werden. Laut Geschäftsführer Hanns-Diethard Voigt ist die Einrichtung die führende Fachklinik für Psychiatrie im Osten des Landes. Mehr Betten habe nur Schwerin.

Was man noch besser machen könnte? „Wir sind eine gute Klinik, weil wir ständig versuchen, etwas noch besser zu machen, und wir qualifizieren unsere Mitarbeiter ständig“, begründet Chefarzt Prof.

Jens Langosch den Erfolg. Immerhin stehe man besser da als viele Unikliniken. Das Krankenhaus „Bethanien“ biete eine große Zahl spezieller Möglichkeiten für die Behandlung, beispielsweise in der Gerontopsychiatrie, für Demenz und Alzheimer. Seit vielen Jahren werde das sehr stark nachgefragte Gedächtnistraining angeboten.

Karlsburg bei der Diabetes in der Spitzengruppe

Das Klinikum Karlsburg ist wie „Bethanien“ eine Spezialklinik. In der Kardiologie gehört sie zu den empfohlenen Häusern und zählt bei Diabetes zur Spitzengruppe. Das kann in Vorpommern kein anderes Krankenhaus vorweisen. Der Diabetologe Prof. Wolfgang Kerner gehört seit über 20 Jahren zu den Top-Ärzten für Diabetes. „Wir haben gut geschultes Personal“, begründet er die Spitzenposition. „Die Patienten sind sehr dankbar, wenn sie zu uns kommen.“ Das liege nicht primär an tollen Geräten, sondern an der Zeit, die man den Kranken widme. Eine Spezialklinik habe andere Möglichkeiten der Behandlung als ein allgemeines Krankenhaus.

Die Besten in Mecklenburg-Vorpommern

In der Länderliste des Focus MV steht die Unimedizin Rostock mit fünf Empfehlungen und zwei Platzierungen in der Spitzengruppe vorn.

Die Unimedizin Greifswald rangiert mit vier Empfehlungen auf Platz zwei.

Das Helios Hanseklinikum Stralsund erreicht als Dritter drei Empfehlungen.

Das Evangelische Krankenhaus „Bethanien“ Greifswald erreicht auch drei Empfehlungen und kommt unter die Top-100.

Das Klinikum Südstadt Rostock steht mit drei Empfehlungen auf Platz vier in MV.

Das Klinikum Karlsburg kann sich über eine Aufnahme in die Spitzengruppe und eine Empfehlung freuen (Platz 5).

Im Ranking aufgeführt werden die Psychiatrie der Helios Kliniken Schwerin, die Helios Kliniken Schwerin und das Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Altentreptow (je eine Empfehlung).

Eckhard Oberdörfer

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