Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
Unimedizin: Das große Sparen beginnt

Greifswald Unimedizin: Das große Sparen beginnt

Allein die Personalkosten sollen in den kommenden Jahren um sieben Millionen gesenkt werden

Greifswald. 31 Millionen Euro will die Universitätsmedizin Greifswald bis 2019 einsparen. Das ist die Kernaussage des Sanierungskonzeptes, das laut NDR1 Radio MV der Vorstand am Montagabend den Führungskräften vorgestellt hat. Fast alle Bereiche der Universitätsmedizin seien davon betroffen – so wie Marie le Claire, kaufmännischer Vorstand, es bereits angekündigt hatte.

Personalkosten

4900 Mitarbeiter sind in der Universitätsmedizin Greifswald beschäftigt. Das Unternehmen ist damit der größte Arbeitgeber der Region.

7 Millionen Euro sollen nach dem Willen des Vorstandes in den kommenden Jahren allein bei den Personalkosten eingespart werden.

14,3 Millionen Euro beträgt das Minus für das vergangene Jahr. Für le Claire liegen die Gründe dafür in rückläufigen Erlösen aus Krankenhausleistungen durch weniger stationäre Patienten und in den um 3,3 Millionen Euro höheren Personalkosten nach den Tarifsteigerungen. Auch der Streik und zu hohe Aufwendungen beim medizinischen Bedarf sowie eine nicht ausreichende Honorierung von erbrachten Leistungen durch die Kassen trugen zum Minus bei.

Um wieder aus den tiefroten Zahlen zu einer schwarzen Null zu kommen, gibt es nur eines: Sparen. „Wir müssen mit unserer guten Infrastruktur mehr Erlöse erzielen. Die Bettenkapazität muss besser ausgelastet werden, daher werden wir mit niedergelassenen Ärzten in der Region das Gespräch suchen“, machte le Claire bereits Ende Juni während der Präsentation des Jahresabschlusses 2015 deutlich.

Um rund sieben Millionen Euro sollen in den kommenden drei Jahren die Personalkosten gesenkt werden. Der Abbau von bis zu 50 Betten könnte Einsparungen von rund 1,5 Millionen Euro bringen. Im Bereich Arzneimittel und Implantate gäbe es Einsparpotentiale von mehr als drei Millionen Euro.

Die Kosten verringern soll laut OZ-Informationen auch die Zusammenlegung von Kliniken und die Bildung gemeinsamer Behandlungszentren, so wie es bei Unfallchirurgie und Orthopädie bereits praktiziert wird. Ob sich damit Stationsschließungen vermeiden lassen, bleibt abzuwarten. Eigenständig werden wohl auch weiterhin die Kardiologie und die Neurologie bleiben – beides Bereiche, die stark nachgefragt und sehr erfolgreich sind und mit weiteren Angeboten noch höhere Erlöse erzielen.

Um fünf Millionen Euro könnte nach le Claires Berechnung die Finanzkraft der Universitätsmedizin steigen, wenn künftig Löhne und Gehälter der Beschäftigten nicht am 15. des Monats, sondern erst am letzten Tag des Monats gezahlt werden. Dieses Vorhaben ist so weit fortgeschritten, dass es bis zum Jahresende umgesetzt wird.

Marie le Claire als kaufmännischer Vorstand wollte sich gestern nicht zum Sanierungskonzept äußern. Sie verwies lediglich darauf, dass ein Treffen mit Führungskräften der Universitätsmedizin stattgefunden hat, in dem erste potenzielle Einsparmöglichkeiten vorgestellt worden sind. Es sei „in einem ersten Schritt um die Gewinnung von Führungskräften zur Mitarbeit bei den geplanten Konsolidierungsmaßnahmen“ gegangen. Die Maßnahmen sollen im nächsten Schritt in 13 Projektteams mit konkreten Schritten hinterlegt werden. Das Sanierungskonzept und das weitere Vorgehen werde im August auf einer Mitarbeiterversammlung erläutert und diskutiert. Anschließend beginne die Umsetzung.

Das Defizit der Greifswalder Unimedizin – mit 4900 Beschäftigten ist die Unimedizin Greifswald der größte Arbeitgeber der Region – wird vom Land als Eigentümer getragen.

Cornelia Meerkatz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Ribnitz-Damgarten
Rolf Reuter und Frank Strehlau (2.v.r.) eröffnen am Dienstag das Wohlfühlhaus in der Langen Straße in Ribnitz mit einer Ausstellung von Dagmar und Knut Henßler (r.).

Pflegedienst und Kunstkiste starten in der Langen Straße ein gemeinsames Projekt

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Greifswald
Verlagshaus Greifswald

Johann-Sebastian-Bach-Str. 32
17489 Greifswald

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
10.00 bis 17.00 Uhr
Freitag
10.00 bis 15.30

Leiterin Lokalredaktion: Katharina Degrassi
Telefon: 0 38 34 / 79 36 74
E-Mail: greifswald@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Themenseite Wendelstein 7-X In der Fusionsanlage des Max-Planck-Instituts in Greifswald wird erforscht, ob sich die Kernfusion zur Energiegewinnung eignet. Hier finden Sie Artikel, Videos und viele weitere Informationen zum Thema.
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.