Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Unimedizin Greifswald Vorreiter in Deutschland
Vorpommern Greifswald Unimedizin Greifswald Vorreiter in Deutschland
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:28 19.07.2018
Oberarzt Dr. André Hofer und Schwester Kathrin Goericke-Haußecker in der Orthopädie mit dem neuen IT-Wagen. Greifswald. Das Ende der Zettelwirtschaft auf der Suche nach einem Physiotherapeuten im Uniklinikum Greifswald ist gekommen. Dort wurde ein neues Programm eingeführt, in dem alle nötigen Informationen für eine Entscheidung über eine Weiterbehandlung durch Ärzte und Therapeuten verzeichnet sind. Das bedeutet in der Realität eine erheblichen Zeitgewinn, der der Behandlung der Patienten zugute kommt. Anders gesagt: Die digitale Akte ersetzt in Greifswald die bisherige Papierakte. Die Daten sind dank des Einsatzes von 65 IT-Wagen auf den Stationen unabhängig von Rechnerarbeitsplätzen jederzeit verfügbar und durch die Mitarbeiter ergänzbar. „Für unsere Berufsgruppe wurden maßgeschneiderte Konzepte entwickelt“, freut sich der Leitende Physiotherapeut Michael Schröder. „Die Weiterbehandlung kann nahtlos und zielgenau an die bisherige Therapie anknüpfen.“ Er war selbst wie Pfleger, Ärzte und andere Mitarbeiter an der Entwicklung des bundesweit das ersten „forschungsunterstützende klinische Arbeitsplatzsystem“ (KAS+) beteiligt. Vorteil Nummer zwei: Alle Daten aus der Krankenversorgung können unmittelbar, wesentlich schneller und umfassender für die medizinische Forschung genutzt werden. Das gibt es aktuell in Deutschland nur in der vorpommerschen Universitätsstadt. „Die Universitätsmedizin Greifswald bekommt mit KAS+ eine Plattform, mit der es jederzeit möglich ist automatisiert Studien und andere Forschungsvorhaben durchzuführen“, freut sich Prof. Wolfgang Hoffmann. Er ist der geschäftsführende Direktor des Instituts für Community Medicine. Auch das bringt einen großen Zeitgewinn, der für Innovationen genutzt werden kann. Es müssten auch keine Fragebögen oder Formulare auf Papier mehr ausgefüllt werden. „Das Programm ist ein Meilenstein auf dem Weg zum digitalisierten Krankenhaus der Zukunft“, betont der Vorstandsvorsitzende Prof. Max P. Baur. „Die Papierakten werden uns als Ergänzung zur digitalen Akte noch etwas begleiten, aber sie werden von Tag zu Tag dünner.“ Damit die Daten in der Forschung eingesetzt werden können, müssten die Patienten der Unimedizin zustimmen, betont Wolfgang Hoffmann. Die europäische Datenschutzverordnung vom Mai 2018 werde selbstverständlich eingehalten, sagt er. Die Einwilligung wird bei Vorliegen ebenfalls digital im KAS+ erfasst. Damit kein Patient von anderen identifiziert werden könne, würden dessen Daten zunächst auf einer Plattform erfasst. Nach automatischer Prüfung der Zustimmung werden diese dann unter einem Pseudonym auf der Forschungsplattform erfasst, aber eben nur sofern die Einwilligung vorliegt. Für die Entwicklung des KAS+ stellte das Land Mecklenburg-Vorpommern 9,3 Millionen Euro. Dazu kommen 5,2 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Die Unimedizin will nun bei der Medizininformatik-Initiative des Bundesforschungsministeriums mitmischen. Dank KAS+ bestünden dafür gute Voraussetzungen. „Wir haben eine neue Professur für Medizinische Informatik mit Schwerpunkt Datenintegration geschaffen“, informiert Max Baur. Dieser Lehrstuhl und das neue Programm seien beste Voraussetzungen für weitere Innovationen, für die Umsetzung der digitalen Zukunftsstrategie der Unimedizin. Quelle: Manuela Janke/umg
Anzeige
Greifswald

Zeitenwende im Uniklinikum Greifswald: Alle nötigen Informationen für eine Entscheidung über eine Weiterbehandlung durch Ärzte und Therapeuten werden nun im Computer verzeichnet. Das bedeutet in der Realität einen erheblichen Zeitgewinn, der der Behandlung der Patienten zugute kommt.

Die Daten sind dank des Einsatzes von 65 IT-Wagen auf den Stationen unabhängig von Rechnerarbeitsplätzen jederzeit verfügbar „Für unsere Berufsgruppe wurden maßgeschneiderte Konzepte entwickelt“, sagt der Leitende Physiotherapeut Michael Schröder erfreut. „Die Weiterbehandlung kann nahtlos und zielgenau an die bisherige Therapie anknüpfen.“ Er war selbst wie Pfleger, Ärzte und andere Mitarbeiter an der Entwicklung des bundesweit ersten „forschungsunterstützenden klinischen Arbeitsplatzsystem (KAS+)“ beteiligt.

Vorteil Nummer zwei: Alle Daten aus der Krankenversorgung können unmittelbar, wesentlich schneller und umfassender für die medizinische Forschung genutzt werden. Das gibt es aktuell in Deutschland nur in der vorpommerschen Universitätsstadt. Die Patienten müssen natürlich zuvor ihr Einverständnis gemäß europäischer Datenschutzverordnung erklärt haben.

Die Universitätsmedizin Greifswald bekommt mit KAS+ eine Plattform, mit der es jederzeit möglich ist, automatisiert Studien und andere Forschungsvorhaben durchzuführen“, freut sich Prof. Wolfgang Hoffmann. Er ist der geschäftsführende Direktor des Instituts für Community Medicine. Auch das bringe einen großen Zeitgewinn, der für Innovationen genutzt werden könne. Es müssten auch keine Fragebögen oder Formulare auf Papier mehr ausgefüllt werden.

Für die Entwicklung des KAS+ stellte das Land Mecklenburg-Vorpommern 9,3 Millionen Euro. Dazu kommen 5,2 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Die Unimedizin will nun bei der Medizininformatik-Initiative des Bundesforschungsministeriums mitmischen. Dank KAS+ bestünden dafür gute Voraussetzungen. Eine neue Professur für Medizinische Informatik mit Schwerpunkt Datenintegration wurde geschaffen.

Oberdörfer Eckhard

Mehrfamilienhaus mit drei Wohnungen entsteht an der Ecke Brüggstraße.

19.07.2018

Ghanaer kommt vom ehemaligen Verbandsligisten Gnoiener SV / Stürmer kennt Trainer Roland Kroos aus gemeinsamer Zeit beim FC Hansa.

19.07.2018

Bei der fünften Auflage des Feriencamps in Gützkow gehen junge Naturexperten auf Nachtwanderung und paddeln auf der Peene.

19.07.2018
Anzeige