Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Unimedizin ist hat beim Land keine Schulden mehr
Vorpommern Greifswald Unimedizin ist hat beim Land keine Schulden mehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 07.06.2017
Greifswald

Die Universitätsmedizin Greifswald kann im Rahmen ihres Sanierungsprozesses einen ersten großen Erfolg verbuchen: „Wir haben seit Anfang vergangenen Jahres die Liquidität des Unternehmens stetig verbessert. Jetzt sind wir erstmals seit 2009 beim Land schuldenfrei“, informiert der Kaufmännische Vorstand der Universitätsmedizin Greifswald, Marie le Claire.

Das heißt, dass die Unimedizin seit nunmehr acht Jahren beim Land alljährlich einen Überziehungskredit (vergleichbar dem Dispokredit bei Privatpersonen) in Anspruch genommen hat, um die laufenden Ausgaben zu decken. Dieser zinsfreie Kreditrahmen bei der Landesregierung war Ende 2015 auf die Rekordhöhe von 52 Millionen Euro angehoben worden. Zuvor betrug er 44 Millionen Euro. „Vor wenigen Tagen, am 24. Mai, haben wir erstmals die Null erreicht“, so le Claire.

Sie betonte, dass alle Mitarbeiter in die Sanierung einbezogen worden seien und nannte vor allem Erfolge bei der Optimierung der Verwaltung, verbesserte Abrechnungsprozesse, die Umstellung der Gehaltszahlung sowie die Einwerbung von mehr Drittmitteln und höhere Erlöse in der Krankenversorgung als Hauptgründe für die erfreuliche Entwicklung.

Ein Kreditrahmen, den übrigens alle Krankenhäuser nutzen, soll eine angemessene Wirtschaftsführung ermöglichen, Schwankungen in der Liquidität durch operative Zahlungsverpflichtungen ausgleichen und die notwendigen Investitionen absichern. Hauptursachen für den übermäßigen Anstieg waren neben operativen Verlusten in der Vergangenheit und dem daraus folgenden Defizit auch teure Mietverträge für die Medizintechnik und Investitionen aus Eigenmitteln wie etwa der Neubau der Mensa am Berthold-Beitz-Campus. Künftig will die Greifswalder Unimedizin einen angemessenen Kreditrahmen beim Land nutzen.

Sie verwies zugleich darauf, dass die Rückzahlung des Überziehungskredites nicht mit dem Jahresdefizit verwechselt werden dürfe. „Dieses Minus ist aktuell immer noch vorhanden, auch wenn es deutlich weniger sein wird, als die 14,3 Millionen Euro im Jahr 2015“, betonte Marie le Claire.

Ende Juni wird das Jahresergebnis für 2016 bekanntgegeben und damit eine erste größere Bilanz über den Sanierungsprozess vorgelegt.

Cornelia Meerkatz

OZ

Der Mai endete mit fünf Geburten, der Juni begann mit fünf weiteren und einer Zwillingsgeburt

07.06.2017

Nachwuchs in Eldena und Ludwigsburg fiel Nest-Besetzern zum Opfer

07.06.2017

Fünf Vereine aus Greifswald, Loitz und Görmin bekommen 11500 Euro

07.06.2017
Anzeige