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Greifswald Unimedizin nutzt alte Zahnklinik weiter
Vorpommern Greifswald Unimedizin nutzt alte Zahnklinik weiter
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00:00 07.04.2016
Die alte Zahnklinik in der Greifswalder Innenstadt wird weiter für Lehre und Forschung genutzt. Quelle: Peter Binder

Greifswald Vor fast drei Jahren weihte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das neue Diagnostikzentrum am Beitzplatz ein. Das wurde zugleich als Übergabe des neuen, fast 400 Millionen Euro teuren Uniklinikums gefeiert. Es war aber nicht das Ende der Bauarbeiten und neuen Nutzungen.

Viele frühere Planungen hat die Zeit überholt. Ein umfassendes Konzept zur Nutzung der vorhandenen Gebäude fehlt. „Wir arbeiten gegenwärtig an einem Masterplan“, informiert der Leiter der Unternehmenskommunikation, Christopher Kramp, auf OZ-Nachfrage. „So laufen für die Nachnutzung der früheren HNO-Klinik Planungen.“ Eine Option sei der Einzug der Zahnärzte. Deren neue Klinik an der Rathenaustraße wurde im Januar 2007 eingeweiht. Die Büros der Ärzte und Räume für Forschung und Lehre befinden sich aber immer noch in der alten Zahnklinik in der Rotgerberstraße, einer ehemaligen Gaststätte. Ursprünglich sollten die Hals-, Nasen- Ohrenärzte schon 2007 aus der Pappelallee in das neue Klinikum ziehen und das Haus anschließend für die Zahnärzte umgebaut werden. Der Umzug erfolgte aber erst Ende 2015. Dass die Zahnärzte in Kürze die HNO-Klinik übernehmen, ist nicht zu erwarten. Auch vom Verkauf der Immobilie Rotgerberstraße ist nicht die Rede. „Das Gebäude wird zunächst weiter durch die Universitätsmedizin für die Forschung und Lehre genutzt“, informiert Kramp. Allerdings sind Teile wegen des Fehlens moderner Brandschutzeinrichtungen derzeit nicht nutzbar.

Die zwölf Betten der Strahlenklinik zogen Ende 2015 mit der HNO-Klinik als letzte ins neue Universitätskrankenhaus. Die Funktionsabteilung der Strahlentherapie inklusive Technik behält indes die Adresse Fleischmannstraße 44.

Die 2010 freigezogene frühere Hautklinik und die ehemalige Urologie in der Fleischmannstraße werden aktuell vollständig genutzt. „Dort befinden sich unter anderem das Lehr- und Lernzentrum und Forschungseinrichtungen wie das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung Greifswald“, so Kramp.

Als das neue Klinikum geplant wurde, erfolgte das ohne eine Psychiatrie. Die stationäre Behandlung war komplett nach Stralsund abgegeben worden. 2015 wurde aber eine psychiatrische Station mit 30 Betten im neuen Klinikum eröffnet, die vollstationäre Psychiatrie kehrte in Teilbereichen nach Greifswald zurück. Die alte Nervenklinik in der Ellernholzstraße wird seit 2016 wieder vollständig von der Unimedizin genutzt. Das Institut für Ethik und Geschichte der Medizin zog von den sogenannten Würfelhäusern, Plattenbauten der 1980er Jahre, in der Rathenaustraße hierher. Damit nutze die Unimedizin alle ihr gehörenden Häuser in der Ellernholzstraße. Nur der leer stehende ehemalige Kinderpavillon solle abgerissen werden. „Wir nutzen auch die Würfelhäuser in der Rathenaustraße weiter“, informiert Kramp. Die Unimedizin plane in diesem Bereich nur einige Umzüge. Auch das ehemalige Pharmakologische Institut in der Loefflerstraße will die Unimedizin behalten. Dort befänden sich derzeit unter anderem eine Hausmeisterwerkstatt, ein Archiv und Gewebeschnitte der Pathologie. Die Idee, dass dort in Zukunft die derzeit in Karlsburg ansässigen Institute für Pathophysiologie und Physiologie einziehen, wird nicht mehr verfolgt. Diese sollen nach der Fertigstellung des Neubaus für die funktionelle Genomforschung am Beitzplatz 2017 in dafür bislang genutzte Institutsräume in der Jahnstraße ziehen.

Es wird weiter gebaut

Die Planungen für das neue Universitätskrankenhaus in den 1990er Jahren beruhten auf unzureichenden Prognosen für die Entwicklung.

2008 wurde eine neue Unfallchirurgie an das Gebäude angefügt, 2010/11 bekam das Klinikum für 18 Millionen ein zusätzliches Haus mit 120 Betten.

2012 folgte der „Forschungscluster III“ neben der alten Hautklinik und ab 2018 soll dort der Forschungscluster IIIa, das neue Tierzuchthaus errichtet werden.

Eine dringend gebrauchte neue Notaufnahme wird bis 2018 für 20 Millionen Euro errichtet.

Von Eckhard Oberdörfer

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