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Unwetter: Baum stürzt auf Zelt – Dreijähriger schwer verletzt

Freest Unwetter: Baum stürzt auf Zelt – Dreijähriger schwer verletzt

Auf einem Campingplatz in Freest sind am Donnerstag bei Regen, Hagel und starken Windböen Bäume umgestürzt. Eine Kiefer traf das Zelt einer Familie aus Bayern. Ein Kleinkind wurde schwer am Kopf verletzt.

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Mehrere Menschen sind bei einem Unwetter auf einem Campingplatz in Freest von entwurzelten Bäumen verletzt worden.

Quelle: Tilo Wallrodt

Freest. Bei einem plötzlichen Unwetter mit starken Böen, Regen, Hagel und Gewitter sind im Kreis Vorpommern-Greifswald fünf Menschen verletzt worden. Laut Angaben der Polizei stürzten am frühen Donnerstagabend auf dem Campingplatz „Waldcamp“ beim Fischerdorf Freest an der Peenemündung vier Bäume um. Davon brach eine größere Kiefer in der Mitte durch, der obere Teil fiel auf ein Zelt, indem sich eine Familie aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen (Bayern) befand. Augenzeugen berichteten von einer Windhose. Der Landkreis löste während des Unwetters Großalarm aus.

DCX-Bild

Auf einem Campingplatz in Freest sind am Donnerstag bei Regen, Hagel und starken Windböen Bäume umgestürzt. Eine Kiefer traf das Zelt einer Familie aus Bayern. Ein Kleinkind wurde schwer am Kopf verletzt.

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Durch den Aufprall der Kiefer auf das Zelt ist ein Dreijähriger schwer am Kopf verletzt worden. Der Junge schwebt nicht in Lebensgefahr, ist aber zur Behandlung mit einem Rettungshubschrauber nach Greifswald in die Universitätsmedizingebracht gebracht worden. Der 29-jährige Vater, die 28-jährige Mutter, sowie die siebenjährige Schwester des Jungen wurden leicht verletzt. Sie wurden mit mehreren Krankenwagen in Kliniken nach Greifswald und Wolgast gebracht.

Mädchen von Zeltstange schwer getroffen

Die fünfte Verletzte ist ein Mädchen. Die 14-Jährige ist von einer Zeltstange am Rücken getroffen worden und musste ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht werden.

Unwetter dauerte nur wenige Minuten

Neben Polizei und Krankenwagen waren der Rettungshubschrauber „Christoph 47“ und Feuerwehren aus Freest und Wolgast sowie die Werksfeuerwehr der Energiewerke Lubmin vor Ort. Das Gewitter mit Starkregen, Sturm und Hagel dauerte nur wenige Minuten. Der Campingplatz in Wassernähe ist gut besucht. Derzeit halten sich besonders viele Urlauber in dem Ort auf, weil am Freitag das alljährliche Fischerfest eröffnet wird.

Laut Einsatzleiter gab es einen zweiten Einsatzort direkt in Freest. Dort stürzte ein Baum nahe einem Einkaufsmarkt um, verletzt wurde dort niemand.

Landstraße 262 mit Hagelkörnern bedeckt

Auch im benachbarten Spandowerhagen wütete das Gewitter, die am Ort vorbeiführende Landesstraße 262 war mit einer dicken Schicht Hagelkörner bedeckt. Abgebrochene Äste von angrenzenden Bäumen blockierten die Straße.

Auch auf Rügen Zelte beschädigt

Auf dem Campingplatz in Thiessow auf der Insel Rügen wurden laut NDR ebenfalls mehrere Zelte beschädigt. Wegen des Unwetters stürzten auch in weiteren Teilen Vorpommerns Bäume um, an der Bundesstraße 105 bei Martensdorf allein an drei Stellen. Auch bei Eixen, Süderholz, Niepars und Grimmen gab es Sperrungen.

15-Jähriger im Schwarzwald von Baum erschlagen

Erst in der Nacht zum Mittwoch war Mensch bei einem Unwetter ums Leben gekommen: Im Schwarzwald starb ein 15 Jahre alter Junge, als ein 30 Meter hoher Baum auf ein Zeltlager stürzte. Drei Jugendliche wurden bei dem Unglück auf einem Waldspielplatz in Rickenbach nahe der Schweizer Grenze verletzt, wie die Polizei mitteilte. In Deutschland war dies bereits der sechste unwetterbedingte Todesfall in diesem Jahr.

Kay Steinke und Cornelia Meerkatz

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