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Greifswald Usedom-Marathon steht enorm unter Kostendruck
Vorpommern Greifswald Usedom-Marathon steht enorm unter Kostendruck
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00:01 18.04.2016
Auch in diesem Jahr gehört der Halbmarathon mit zum Programm des Usedom-Marathons. Foto (Archiv): Stefan Brümmer

Die behördlichen Auflagen bei der Verkehrs- und Streckensicherung des am 3. September stattfindenden Internationalen Usedom-Marathons haben Nachwirkungen. Der Kostendruck für das Wolgaster Organisationskomitee hat sich weiter erhöht. „Die Liste mit den Ausgaben ist länger geworden“, berichtet Manfred Hoppach, Gesamtleiter des grenzüberschreitenden Laufevents. Nach Einschätzung des Vereinsvorsitzenden des Internationalen UsedomMarathon e.V. Wolgast haben sich die Ausgaben für die traditionelle Großveranstaltung in den letzten drei Jahren um 5000 Euro erhöht.

„Das ist für uns eine harte Nuss und eigentlich nicht mehr zu stemmen“, macht Hoppach deutlich. Dennoch zeigte sich der Wolgaster in der vergangenen Woche gut gelaunt. Grund: Der Zinnowitzer Betrieb Garten- und Landschaftsbau Wuttig habe zugesichert, die aufwändige Sicherung der Laufstrecke auf der Bundesstraße 111 durch den Ort Zinnowitz mit mobilen Absperrgittern zu übernehmen. „Damit ist uns sehr geholfen“, erklärt Hoppach. Darüber hinaus, so informiert der Vereinschef weiter, habe die Usedomer Bäderbahn ihr Sponsoring für das Laufevent weiter vertieft.

Und dann gibt es da noch eine Aktion, auf deren Ergebnis der Wolgaster Marathonverein ganz besonders gespannt ist. Hintergrund: Die Mitglieder des Vereins hatten sich im Herbst vergangenen Jahres an einer Spendengutschein-Aktion des Unternehmens Lila Bäcker, das auch in Wolgast und auf der Insel Usedom zahlreiche Filialen betreibt, beteiligt. Und zwar erfolgreich. In der jüngsten Ausgabe des Mitarbeitermagazins hieß es dazu noch, dass es „stark nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen zwei Sportvereinen aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern“ aussehe. Bei diesem MV- Sportverein handelt es sich um den Wolgaster Marathonverein, und — das Beste zum Schluss — die Leute um Manfred Hoppach, Jürgen Schütze und Alexander Jahl haben gewonnen! Was dieser Sieg nun wert ist, weiß

Manfred Hoppach noch nicht. Ob es einige Streuselschnecken, zwei Euro fuffzig oder tatsächlich eine Summe ist, die dem Verein bei der Organisation des XXXVII. Usedom-Marathon behilflich sein könnte, wird sich am Donnerstag um 17 Uhr zeigen. Dann ist der Geschäftsführer des Unternehmens, Dieter Möller, im Wolgaster Sportforum zu Gast, um einen Scheck an Vereinschef Manfred Hoppach zu übergeben.

Bekannt ist, dass das Unternehmen in Sachen sozialer Partnerschaft 100000 Euro für gemeinnützige Zwecke bereithält, die an fast 460 teilnehmende Vereine aus dem Nordosten verteilt werden.

Allerdings soll der Sieger bei dieser Aktion, also der Marathonverein aus Wolgast, den größten Anteil der Gesamtspenden bekommen. Man darf gespannt sein.

Grenzüberschreitendes Laufevent seit 1979

Der Start des XXXVII. Internationalen Usedom-Marathon erfolgt am 3. September um 10.30 Uhr traditionell im polnischen Swinemünde und führt nach Wolgast. Der Halbmarathon startet gleichentags ebenfalls um 10.30 Uhr im Wolgaster Peene-Stadion.

Der Usedom-Marathon wird bereits seit dem Jahr 1979 ausgetragen. Er wird in enger Zusammenarbeit von einem polnischen und einem deutschen Verein organisiert. Traditionell erfolgt der Start im polnischen Swinemünde, lediglich in den Jahren 1984, 1986 und 1988 wurde in der Stadt Wolgast gestartet.

Die Teilnehmerzahlen haben sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt. Waren es in den Anfangsjahren nur wenige Enthusiasten (1979: 35 Teilnehmer), stieg die Teilnehmerzahl von 1991 (72 Starter) bis heute kontinuierlich auf 300 Teilnehmer beim Marathon an. Seit dem Jahr 1991 siegen fast ausschließlich polnische Starter beim Marathon (Männer).

Seit 1991 wird auch ein Halbmarathon ausgetragen. In den letzten Jahren gingen etwa 300 bis 350 Teilnehmer an den Start.

Quelle: www.usedom-marathon.de

Von Stefan Brümmer

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