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Greifswald Verein darf doch keine Spenden bescheinigen
Vorpommern Greifswald Verein darf doch keine Spenden bescheinigen
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00:16 13.04.2018
Landrats- kandidat Dirk Scheer hat auf Facebook verkündet, dass er keine Spenden annehmen darf. Quelle: Foto: Screenshot Facebook
Greifswald

Verwirrung um mögliche Wahlkampfspenden an Landratskandidat Dirk Scheer (parteilos), der seit vergangener Woche offiziell von den Linken unterstützt wird (die OZ berichtete): Seit gestern verkündet er auf seiner Facebookseite: „Ich bin ein unabhängiger Kandidat für alle Menschen. Darum ist es mir verboten, Spenden anzunehmen. Aber ich denke mir was aus..

Ihr werdet überrascht sein...“

Das Einwerben von Spenden hatte bislang der extra dafür vor wenigen Wochen gegründete Verein „Unabhängig und fair für Vorpommern-Greifswald“ (UffVG) übernommen. Auf den Wahlflyern des Kandidaten war zu lesen „Jede Spende hilft. Der Verein ist berechtigt, steuerlich abzugsfähige Spendenquittungen auszustellen“. Doch das stimmte offenbar nicht.

„Mitte Januar habe ich meine Kandidatur für die Landratswahl bekanntgegeben. Wir haben danach zwar den Verein gegründet, aber das war zu spät. Mein Team und ich hatten uns zwar intensiv vom Steuerberater und vom Finanzamt beraten lassen, aber damit der Verein Spendenquittungen ausstellen kann, hätte er mich als Kandidat nominieren müssen“, so Scheer. Das habe man jedoch nicht bedacht, dafür habe die Vereinsgründung einfach zu lange gedauert.

Um nun Missverständnissen und auch Ärger auf beiden Seiten vorzubeugen, sei er mit dem Verein übereingekommen, die bislang eingezahlten Spenden an die Unterstützer zurückzugeben. „Alles ist ordnungsgemäß an die Einzahler zurückgeflossen. Wir haben erklärt, dass wir das tun, weil wir keine Zuwendungsbescheinigung ausstellen können“, erläuterte er. Jetzt sei ein separates Konto direkt auf seinen Namen eingerichtet worden, dort könnten Spenden eingezahlt werden, ohne dass es dafür Spendenquittungen gebe.

Es hätten sich bereits zahlreiche Unterstützer gemeldet, die ihm auch ohne Quittung helfen wollen. „Von den Linken erhalte ich kein Geld, aber logistische Hilfe, so bei der Verteilung von Flyern. Das ist auch wichtig“, betonte Dirk Scheer. Er nannte die Summe, die im Wahlkampf benötigt werde, fünfstellig. „Aber ich kann nicht mit 50000 Euro wie andere Kandidaten mit Parteien im Rücken aufwarten. Bislang habe ich alles selbst bezahlt, deshalb freue ich mich über jede Unterstützung“, sagte Scheer. In der kommenden Woche wolle er eine Idee vorstellen, wo sich Spenden vielleicht doch noch steuerlich absetzen lassen.

Cornelia Meerkatz

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