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Greifswald Vertrag unterzeichnet: Der Swinetunnel kommt!
Vorpommern Greifswald Vertrag unterzeichnet: Der Swinetunnel kommt!
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00:00 16.04.2016
Mitglieder der Eisenbahnfreunde warben gestern in Heringsdorf für die Eisenbahn-Südanbindung über Karnin. Quelle: Henrik Nitzsche
Heringsdorf

Das kann einer der wichtigsten Tage für Swinemünde und die gesamte Insel Usedom gewesen sein: Polens Bau- und Infrastrukturminister Andrzej Adamczyk, Generaldirektor für Straßen und Autobahnen Jacek Bojarowicz und Swinemündes Stadtpräsident Janusz Smurkiewicz unterzeichneten am Donnerstag ein Abkommen über den Tunnelbau zwischen den Inseln Wollin und Usedom. Heißt, die endgültige Entscheidung für den Baubeginn des Millionenprojektes ist gefallen. Zu 85 Prozent wird die Investition aus Mitteln der EU finanziert.

Zahlen zum Tunnel

2,3 Kilometer lang soll der Tunnel werden. 1,5 Kilometer beträgt der gebohrte Teil des Tunnels. 2 Millionen Autos nutzten 2015 die Fähre.

Smurkiewicz fügte an: „Wenn alles nach Plan läuft, könnte der Bau des Tunnels bereits Ende 2017 Jahres beginnen.“ Trotz einer sehr deutlichen Erklärung seitens der Regierung sind sich die Behörden der Stadt bewusst, dass das Abkommen nur der Anfang ist. Alle Genehmigungen, die gesamte Dokumentation und Ausschreibungen werden mit Sicherheit viele Monate dauern. Die Stadt hat allerdings schon viele Formalien erfüllt.

„Natürlich bin ich ein wenig vorsichtig, wie bei allen Investitionen“, sagte Joachim Brudzinski, stellvertretender Parlamentspräsident. „Ich glaube jedoch fest daran, dass der Tunnel in den kommenden Jahren entstehen wird und die Fähren dann nur als nostalgische Attraktion betrachtet werden.“

Der unterschriebene Anhang ist eine Fortsetzung des Abkommens, das 2007 unterzeichnet wurde, als die Regierung in Polen von der Partei „Recht und Gerechtigkeit“ gestellt wurde. Jetzt verspricht die selbe Partei, die 2015 im Herbst die Macht übernommen hatte, dass dieses Mal die Bauarbeiten tatsächlich beginnen werden.

„Wenn in den letzten acht Jahren das Abkommen vom Jahr 2007 umgesetzt worden wäre, dann würde unser heutiges Treffen von der ersten technischen Wartung des Tunnels handeln“, sagt der Stadtpräsident.

Der Generaldirektor für Straßen und Autobahnen sagt, dass über acht Jahre hinweg das Papier von 2007 in der Schublade verschwand. Er sagte, dass dank der Bemühungen der Stadt jetzt mit der Ausschreibung begonnen werden könne.

Während der Unterzeichnung des Vertrags wurde darüber informiert, dass der Bau zu 85 Prozent aus Mitteln der Europäischen Union finanziert werden soll und die restlichen 15 Prozent von Swinemünde getragen werden. Die Stadt nutzt dabei die Einnahmen aus den Steuergeldern des Gas-Terminals (etwa 30 bis 40 Millionen Zloty pro Jahr — sieben bis zehn Millionen Euro).

Der Tunnel soll in der Form „Design and Build“ entstehen. Es ist noch nicht klar, ob eine Maut für die Benutzung fällig wird. Es werden verschiedene Lösungen analysiert. Es gibt auch keine Informationen, was mit den Fähren passieren wird. Wahrscheinlich werden einige weiterhin im Einsatz bleiben.

Eines ist sicher: Jeder ist sich dessen bewusst, dass dies der letzte Moment ist, eine Entscheidung zu treffen. Die Zahl der Touristen, die nach Swinemünde kommen, wächst ständig, ähnlich wie die Warteschlangen vor den Fähren.

Eisenbahnfreunde werben für Karnin

Mitglieder der Usedomer Eisenbahnfreunde haben gestern vor dem Heringsdorfer Maritim Hotel für die Aufnahme des Karniner Bahnprojekts in den Bundesverkehrswegeplan geworben. Von dem aus Sicht der Initiative kürzesten Weg (200 Kilometer) von Berlin zur Ostsee über die Eisenbahn-Südanbindung Karniner Brücke sollten auch die Verkehrsminister der Bundesländer überzeugt werden, die noch bis gestern im Kaiserbad tagten. „Wir fordern unter anderem die Einstufung des Karniner Bahnprojektes als Fernverkehr und die Durchführung einer Kosten-Nutzen-Berechnung“, so Günther Jikeli, Mitglied der Eisenbahnfreunde. hni

Von Radek Jagielski

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