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Vision: Promenade vom Treidelpfad zur Südmole

Vision: Promenade vom Treidelpfad zur Südmole

Auf einem Workshop wurden Ideen zur künftigen Gestaltung Wiecks gesammelt

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Greifswald Eine schicke Promenade vom Treidelpfad vorbei an der Brücke und den Wiecker Fischern vorbei bis zur Südmole.

OZ-Bild

Auf einem Workshop wurden Ideen zur künftigen Gestaltung Wiecks gesammelt

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Das ist eine Vision der über 100 Teilnehmer eines Workshops für einen Masterplan zur neuen Gestaltung der Südmole und Wiecks, besonders der Südseite, inklusive des Strandbades Eldena. Bei der Veranstaltung im Majuwi wurden Vorschläge für das künftige Aussehen dieses Bereiches gesammelt.

Am Ende der Promenade soll die Greifswalder und ihre Gäste ein Hingucker erwarten. Das ist ein Synonym für eine Gestaltung des bisher unspektakulären Bereichs. Beispielsweise könnten Infotafeln zur Dänischen Wiek, den dort lebenden Fischen und Holzsofas aufgestellt werden. Diese wären drehbar, so dass Sonnenbäder trotz wandernder Sonne immer möglich wären. Das ist ein Vorschlag des Bürgerschaftsmitglieds Yvonne Görs (Linke).

Zufahrt ist wenig einladend

Knapp zwei Stunden diskutierten Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne), Bausenator Jörg Hochheim (CDU), Verwaltungsleute, Stadtpolitiker und Bürger über ihre Visionen für Greifswalds maritimes Eingangstor. Es war eine Art „Spinnstunde“, das heißt Geld, Naturschutz oder Eigentum spielten erst mal keine Rolle. Viele Euro würde beispielsweise die für die Anlegung des Boulevards nötige Verlegung der Zufahrtsstraße „An der Mühle“ Richtung Süden kosten. Dort befindet sich das Alte Tief, der historische Verlauf des Ryck. Er ist verlandet und nur noch als Senke erkennbar. Der Baugrund ist schlecht, ein Straßenbau wäre aufwändig. Die Idee der Promenade und einer Verkehrsführung hinter dem Brückenhof, über den Yachtweg hin zur Buswendeschleife ist nicht neu. Sie gab es schon im maritimen Grobkonzept der 1990er Jahre. „Die etwa 50 Fahrgastschiffe könnten dann am Majuwi anlegen“, warb Heino Förste (Ortsrat Ladebow) dafür. Die Busse, mit denen die Touristen Ausflüge unternehmen, müssten nicht mehr durch den Ort fahren.“ Alle waren sich einig, dass die jetzige Zufahrt nicht zum Besuch einlädt.

Einig war man sich in der Runde auch, dass eine öffentliche Toilette und ein Infozentrum für Touristen in Wieck benötigt werden. Ebenso darüber, dass der Parkplatz am Ortseingang mindestens aufgewertet werden müsste. Er könnte auch Richtung Wolgaster Landstraße verlegt werden. Aber: Wo werden dann beim Fischerfest die Fahrgeschäfte aufgestellt?

Streit um Strandbadzaun

Konsens in der Runde war ferner, dass in Wieck keine großen Gebäude errichtet und auch „nicht alles zugebaut wird“ (Werner Adrian). Ein weiteres Hotel hat keine Freunde. Zustimmung gibt es zur Aufwertung der Anlegestelle der „Greif“ und des gesamten Bereiches an der Dänischen Wiek. Gestritten wurde erneut um den Zaun am Strandbad. Aber nur ohne Absperrung wäre der Strand von der Südmole aus zugänglich. Kontrovers diskutiert wurde die Zukunft des Wassersports im Bereich der Südmole, schätzt Bürgerschaftsmitglied Milos Rodatos ein. Die große Frage: Wie weit wird dieser Bereich für die Öffentlichkeit zugänglich sein? „Die Vereine wollen das, was sie aufgebaut haben, schützen“, so Rodatos. Demgegenüber steht der Wunsch von Greifswaldern und Touristen, ohne viele Einschränkungen spazieren zu gehen.

Kein Konsens zum Wassersport

Der OB regte an, über ein attraktives, großes Wassersportzentrum nachzudenken, dass Kanuten, Segler, Surfer und so weiter vereint. Auch die Frage des Wasserzugangs – Ryck oder Strand – sollte diskutiert werden, meint er.

„Wir werten jetzt die Anregungen und Vorschläge bis zum Februar 2017 aus“, so Erik Wilde, Sachgebietsleiter Stadtentwicklung im Rathaus. Einzelne Arbeitsgruppen würden unter Einbeziehung interessierter Bürger weiter an dem Prozess beteiligt werden, so Wilde. Bis zum September 2017 solle dann die Ausschreibung zur Erarbeitung eines Masterplans durch ein Ingenieurbüro erfolgen. 2018 – so das Ziel – ist der Masterplan fertig. Für konkrete Projekte sei dann ein Bebauungsplan nötig.

Eckhard Oberdörfer

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