Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Volkssolidarität jetzt mit einem Betriebsrat
Vorpommern Greifswald Volkssolidarität jetzt mit einem Betriebsrat
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:01 12.05.2017
62 Prozent aller Beschäftigten gingen zur Wahl. Quelle: Foto: Dpa

Die Volkssolidarität Greifswald-Ostvorpommern e.V. bekommt demnächst einen Betriebsrat. Im Unternehmen, welches im Landkreis Vorpommern-Greifswald 456 Mitarbeiter beschäftigt und damit zu den größten Arbeitgebern der Region gehört, wurden gestern Nachmittag die Stimmen der Wahl ausgezählt. Laut Wahlvorstand beteiligten sich 287 Mitarbeiter am Urnengang. Das ergibt eine Wahlbeteiligung von 62 Prozent.

„Wir wollen als Mitarbeiter ein Mitbestimmungsrecht im Unternehmen haben. Ein Betriebsrat bildet die Interessenvertretung der Angestellten“, sagt Dörte Lass, gelernte Juristin und Beraterin für Scheidungen und Trennungen bei der Volkssolidarität. Der künftige Betriebsrat besteht aus elf Männern und Frauen. „20 Wahlvorschläge gingen auf einer Versammlung Anfang des Jahres ein. Wir hatten Unterstützung von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft, kurz Ver.di“, erklärt sie. Diese Gewerkschaft half den Mitarbeitern, einen Betriebsrat ins Leben zu rufen.

In den vergangenen Monaten bereitete der Wahlvorstand die Abstimmung vor. „Wir haben Mitarbeiter im gesamten Landkreis – von der Betreuung in Kindertagesstätten und Senioreneinrichtungen bis zur häuslichen Pflege. Die Kollegen arbeiten auf Usedom, in Wolgast, Greifswald und Anklam. Alle, die das 18. Lebensjahr erreicht haben, durften bei der Betriebsratswahl teilnehmen“, erklärt Lass.

Am 22. Mai stehen die Namen des elfköpfigen Gremiums definitiv fest. „Es kann durchaus sein, dass einige Gewählte ihr Mandat nicht annehmen. Deswegen können die Namen des Betriebsrates noch nicht veröffentlicht werden“, erklärt Lass. Sie selbst wird allerdings Mitglied der Interessenvertretung sein.

Die Volkssolidarität hat derzeit 4000 registrierte Mitglieder im Kreisverband Greifswald-Ostvorpommern. Sie war im Jahr 1945 als Hilfsorganisation in Dresden gegründet worden. Sie widmet sich der Betreuung und Pflege älterer Menschen. Nach der Gründung der Volkssolidarität verbreitete sich die Organisation vorrangig im sowjetisch besetzten Gebiet Deutschlands. Im Jahr 2009 wurde beschlossen, dass die beiden Kreisverbände Greifswald und Ostvorpommern unter einem Dach zusammenarbeiten.

Die Geschäftsführung des Kreisverbands äußerte sich gestern nicht zur Betriebsratswahl.Hannes Ewert

OZ

Mehr zum Thema

Die rot-grüne Koalition mit Dänen-Dressing droht in Kiel ihre Mehrheit zu verlieren, Ministerpräsident Albig muss um seinen Job fürchten. Für Merkel-Herausforderer Martin Schulz wäre das so kurz vor der „kleinen Bundestagswahl“ in NRW ein ganz schwieriges Signal.

07.05.2017
Politik Machtwechsel in Frankreich - Frankreichs neuer Staatschef muss liefern

Nach seinem Erfolg über Marine Le Pen muss der nächste Präsident Frankreichs liefern. Zuerst bei Regierungsbildung und Parlamentswahl, dann bei Reformen im Land. Die Erwartungen an Macron sind riesig.

08.05.2017

Die CDU hat die Landtagswahl in Schleswig-Holstein klar gewonnen. MVs Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hat darauf mit Bedauern reagiert. CDU-Landeschef Vincent Kokert bezeichnet den Wahlsieg der Union hingegen als „großartiges Ergebnis“.

07.05.2017

Das 14. Voltigierturnier des Zucht-, Reit- und Fahrvereins Wusterhusen in Horst/Gerdeswalde (ca. 10 km nordwestlich von Greifswald) findet in diesem Jahr großes Interesse.

12.05.2017

Greifswald. Zum Kreissportbund Vorpommern-Greifswald (KSB) gehören derzeit 364 Vereine mit etwa 40000 Mitgliedern.

12.05.2017

Der PSV Stralsund war Gastgeber eines internationalen Schwimmfestes, an dem 14 Vereine aus mehreren Bundesländern sowie aus den Niederlanden, Polen und Litauen teilgenommen hatten.

12.05.2017
Anzeige