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Greifswald Von Flohsamenschalen und Schweißperlen
Vorpommern Greifswald Von Flohsamenschalen und Schweißperlen
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00:00 15.03.2013
Stretching vor dem Lauf: Katharina Degrassi beim Training.

Ich geb‘s zu, ich gewinne gerne. Deswegen nehme ich am liebsten an Wettkämpfen teil, bei denen ich zumindest den Hauch einer Chance auf den Sieg habe. Weil das so ist, mache ich erst gar nicht mit bei Turnieren, vor allem nicht bei Wettläufen. Die Motivation, beim Citylauf zu starten, liegt eher im Teamgeist und darin, etwas für die Gesundheit zu tun. Gemeinsam mit Kollegen. Dabei sein ist alles.

Trotzdem trainiere ich schon jetzt für eine bestmögliche Form. Von Null auf 100 heißt die Devise, denn im vergangenen Jahr habe ich so gut wie keinen Sport getrieben. Im Dezember 2011 bekam ich die Diagnose Asthma. Knappe Luft und Infektanfälligkeit gehören zur chronischen Krankheit dazu.

Anfang des Jahres saß ich bei meiner Hausärztin, jammerte, dass ich wegen des Asthmamedikaments Kortison zunehmen würde. Von der Nebenwirkung hatte ich doch so oft gehört und im Internet gelesen. Die Waage zeigte es auch. Quatsch, sagte die Ärztin. Meine tägliche Dosis sei viel zu gering für eine medikamentenbedingte Gewichtszunahme, dass ich doch eher zu viel esse bei zu wenig Bewegung. Das saß.

Selbstmitleid ade, jetzt geht‘s ans Training. Erstes Ziel: abnehmen. Mein Geheimtipp: indische Flohsamenschalen. Morgens und abends je ein Esslöffel mit viel Wasser einnehmen, das Gemisch quillt im Magen auf und vertreibt das Hungergefühl. Zusätzlich zwei- bis dreimal joggen pro Woche (je sechs bis acht Kilometer). Ich habe bislang nicht nur sechs Kilo abgenommen, sondern fühle mich gesundheitlich wieder richtig fit. Das Training stärkt das Immunsystem, die Lunge gewöhnt sich an die Belastung. Nichts mehr mit aus-der-Puste. Auf der Radstrecke Innenstadt-Klinikum tritt keine einzige Schweißperle auf die Stirn. Wichtig: Mein Lauftempo ist so langsam, dass mich jeder trainierte Walker locker überholt. Aber dafür halte ich durch. Das erste Mal Seitenstechen hatte ich vergangene Woche, als ich die 2,5 Kilometer auf Zeit lief. Meine Lunge wollte explodieren, trotz des spärlichen Ergebnisses von 15,51 Minuten. Die Lieblingsjoggingroute entlang des Rycks vom Museumshafen nach Wieck und zurück habe ich längst gegen die Original-Citylauf-Strecke eingetauscht (Markt, Baderstraße, Wall, Tierpark, Hansering, Knopfstraße). Ich jogge abends, wenn meine Tochter im Bett liegt. Genial, dass ich unabhängig von Trainingszeiten der Vereine oder Fitnessclubs bin.

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