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Vorpommern als Energie-Pionier

Greifswald Vorpommern als Energie-Pionier

Die Region will künftig nur noch auf erneuerbare Energien setzen.

Greifswald. Vorpommern soll bis 2030 eine Region werden, die sich zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien versorgt. Dieses Leitthema wurde gestern während der Regionalen Energiekonferenz im Pommerschen Landesmuseum diskutiert. Bei diesem Ziel spielen auch Lubmin und Greifswald eine wichtige Rolle.

So soll das Seebad als Standort für nicht auf Kernspaltung beruhende Energieerzeugung ausgebaut werden. Greifswald ist als Forschungsstandort für eine umweltverträgliche Nutzung der Kernfusion eingeplant. Über diese Aspekte sprachen gestern bei dem Forum unter anderem Landesenergieminister Christian Pegel (SPD), Greifswalds Oberbürgermeister Arthur König (CDU) und Stadtwerke- Chef Thomas Prauße. Er sieht sein Unternehmen beim Thema Klimafreundlichkeit „schon sehr weit vorn“ in der Region. Prauße verwies bei der Podiumsdiskussion vor etwa 150 Gästen auf das Car- sharing, das in Greifswald seit einiger Zeit angeboten wird. Außerdem steht auf dem Kundenparkplatz in der Gützkower Straße die erste Solartankstelle in MV, die vollkommen auf direkt vor Ort erzeugtem Ökostrom basiert.

Für Christian Pegel liegen die Stärken der Region klar in der Windenergie. „Die Planungen in diesem Bereich müssen vorangetrieben werden. Denn so können wir auch Unternehmen dazu bringen, sich hier anzusiedeln“, so der Minister, der einen ehrgeizigen Plan verfolgt. Bis 2025 soll MV seinen Anteil an der deutschen Stromproduktion von 1,7 auf 6,5 Prozent erhöhen (die OZ berichtete). „Das ist ein ambitioniertes Vorhaben“, findet OB Arthur König. Für ihn sind Elektromobilität und Carsharing wichtige Punkte des städtischen Klimaprogramms. Doch auch die Windenergie verliert König nicht aus den Augen. „Es wäre vorstellbar, dass wir uns in der Region in dieser Hinsicht breiter aufstellen“, sagt er und verweist auf Boden in Dömitzow, der in städtischem Besitz ist. Hier könnten Windkrafträder gebaut werden. „Wichtig ist dabei aber, die Kommunen mitzunehmen. Die Gemeinden tragen bei dem Thema die Hauptlast“, weiß König. Deswegen sei er froh, dass so viele Bürgermeister an der Energiekonferenz teilnehmen würden. Pegel erklärte, dass es bei einigen durchaus die Bereitschaft gäbe, Windkrafträder zu errichten.

 



Reik Anton

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