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Vorpommerscher Feldtag bringt Landwirte zusammen

Groß Kiesow Vorpommerscher Feldtag bringt Landwirte zusammen

Zum 25. Mal fand der Vorpommersche Feldtag in Groß Kiesow im Landkreis Vorpommern-Greifswald statt. Rund 100 Landwirte, Berater und Pflanzenzuchtexperten fachsimpelten auf den Versuchsfeldern der Agrar GbR über Vor- und Nachteile neuer Sorten und die Schädlingsbekämpfung.

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Günter Willner von der Rapool-Ring GmbH erläutert vorpommerschen Landwirten die Vorzüge und Nachteile der jeweiligen Rapssorten.

Quelle: Foto: Cm

Groß Kiesow. „Es sieht gut aus auf unseren Feldern“, sagt Doreen Riske. Die 46-Jährige ist Geschäftsführerin der Agrar GbR in Groß Kiesow. Auf 2400 Hektar baut das landwirtschaftliche Unternehmen Winterweizen, -gerste und -raps, Zuckerrüben, Kartoffeln, Erbsen, Hafer und Sommergerste an. Dazu gibt es elf Hektar Bienenweide. Beim gestrigen Vorpommerschen Feldtag tauschte sie mit Berufskollegen, Beratern, Pflanzenschutzexperten und Vertretern des Pflanzenschutzes Erfahrungen zu Raps- und Getreidesorten sowie zu Pflanzenschädlingen aus. „Es ist wichtig für uns zu hören, wie es andernorts läuft und was dort anders, vielleicht sogar besser gemacht wird“, erklärte sie.

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Zum 25. Mal fand der Vorpommersche Feldtag in Groß Kiesow im Landkreis Vorpommern-Greifswald statt. Rund 100 Landwirte, Berater und Pflanzenzuchtexperten fachsimpelten auf den Versuchsfeldern der Agrar GbR über Vor- und Nachteile neuer Sorten und die Schädlingsbekämpfung.

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Die rund 100 Teilnehmer der seit nunmehr 25 Jahren existierenden Veranstaltung begutachteten auf Versuchsfeldern der Agrar GmbH, wie sich welche Raps- und Weizensorte in diesem Jahr entwickelt.

„Zunächst sah es nicht so gut aus für die Wintersorten. Da der vergangene Herbst sehr trocken war, sind die Getreidebestände zunächst nicht so aufgelaufen wie erhofft“, berichtet Riske. Doch durch das lange, kalte Frühjahr mit viel Regen hätten Raps und Weizen, aber auch die anderen Getreidearten, mächtig aufgeholt. „Man sieht jetzt auf den Äckern kräftige, gesunde Bestände“, erklärt sie. Wie alle vorpommerschen Landwirte hofft sie, dass es so bleibt, damit die Ausfälle aus dem Vorjahr kompensiert werden können. „2016 war das schlechteste Erntejahr seit der Wende“, sagt Doreen Riske. Sie habe nicht geglaubt, dass es so hart kommen könnte. „Doch ein Großteil der Saat ist verfroren. Vom Rest ist noch mal viel vertrocknet, weil es lange Zeit keinen Regen gab. Das brauchen wir kein zweites Mal“, so der Wunsch der gestandenen Landwirtin und ihrer Berufskollegen.

Vorgestellt wurden während des Feldtages neue Raps- und Weizensorten. „Beim Raps sind drei Dinge wichtig: Ölertrag, Ölgehalt und Kornertrag“, erläutert Karl-Heinz Henschel, Marketing-Gebietsleiter der Rapool. Viele der Bauern, die Raps anbauen, würden auf die robuste und äußerst ertragreiche Sorte „Avatar“ setzen. Sie wird in Vorpommern am häufigsten angebaut. „In diesem Jahr wollen wir den Landwirten zeigen, dass sich mit der Neuzüchtung ’Bender’ ebenfalls hervorragende Ergebnisse erzielen lassen“, sagt Henschel, wohl wissend, dass Landwirte zu 80 Prozent bei ihren Saaten auf bewährte Sorten setzen.

Die Teilnehmer des Vorpommerschen Feldtages wissen die Vorzüge des komplexen Erfahrungsaustausches zu schätzen. „Mir bringt diese Veranstaltung immer viel, zumal wir auch Versuchsflächen haben. Zu sehen, wie es andere machen und von guten Erfahrungen zu profitieren, ist sehr wichtig“, findet Martin Haß von der Marktfrucht GbR aus Mölschow. Julia Kaminski aus Stralsund studiert in Rostock Agrarwissenschaften und befindet sich im Mastersemester. Für sie ist es„spannend, die Praxis hautnah zu erleben. Von diesem Expertenwissen und den gezeigten Landessortenversuchen kann ich viele neue Aspekte mitnehmen“, erklärt sie.

Geschäftsführerin Doreen Riske von der Agrar GbR als Mitveranstalter freut sich wie die Vertreter von Rapool, der Deutschen Saatveredlung AG und des Pflanzenschutzdienstes über die positive Resonanz zum Vorpommerschen Feldtag. „Wir werden auch 2018 wieder zum Erfahrungsaustausch einladen“, versichert sie und hofft, dass dann noch mehr Landwirte den Weg nach Groß Kiesow finden.

Cornelia Meerkatz

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