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Greifswald Wackerow: So geht es weiter
Vorpommern Greifswald Wackerow: So geht es weiter
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00:00 29.09.2018
Wackerow

Kommt statt der Großgemeinde Landhagen mit über 5000 Einwohnern nun die größere Gemeinde Landhagen mit über 3000 Bürgern? Möglich ist es. Am 4. Oktober treffen sich die Vertreter der Gemeinden Wackerow, Mesekenhagen, Levenhagen und Dargelin zum zweiten Mal zu Gesprächen über einen möglichen Zusammenschluss, informierte Bürgermeister Manfred Hering auf der Sitzung der Gemeindevertretung.

Manfred Hering Quelle: Foto: Petra Hase

Neuenkirchen sitzt (noch) nicht mit am Tisch. Über einen Bürgerentscheid Ende August war der Beschluss von deren Gemeindevertretung zur Fusion mit den genannten vier Kommunen gekippt worden. Wie es in Neuenkirchen mit 2300 Einwohnern weitergeht, ist noch nicht klar.

Der Hintergrund des neuen Fusionsversuches: Die von der Gemeindevertretung beschlossene Eingemeindung Wackerows nach Greifswald ist um zweiten Mal bei einer Bürgeranhörung gescheitert, zeitgleich mit der Abstimmung der Neuenkirchener. Damit sind auch zwei Millionen Euro für die Entschuldung und 600000 Euro für den Zusammenschluss mit dem Oberzentrum futsch. Wackerow ist laut Kriterienkatalog des Landes zukunftsfähig, hat aber 2,8 Millionen Euro Schulden.

Die Vierer-Gemeinde würde 1,2 Millionen Euro Hochzeitsprämie für drei fortfallende Gemeinden erhalten. Die zwei Millionen Schuldenhilfe für Wackerow bleiben auch in diesem Fall. Die Fusion muss dafür bis zum 31. Dezember in Sack und Tüten sein. Den gewünschten hauptamtlichen Bürgermeister gibt es auch ab 3000 Bürgern – aber nur, wenn die große Gemeinde die Geschäfte des Amtes führt, also die Verwaltung übernimmt.

Ein regelrechter Beschluss, nun den Weg der Fusion im Amt zu gehen, existiert noch nicht, erinnerte Gemeindevertreter Frank Heitmann. Der wurde auf der Sitzung auch nicht gefasst. Aber man gebe mit der Teilnahme an den Gesprächen, der Diskussion über den Vertragstext ein klares Zeichen, dass ein Zusammenschluss mit Dargelin, Levenhagen und Mesekenhagen gewollt sei, so Manfred Hering. Auch Bürgermeisterstellvertreter Karlheinz Tietze sprach sich für Gespräche aus. Der Vertragstext – er entspricht dem der gescheiterten Fusion unter Einschluss Neuenkirchens – soll nun weiter diskutiert werden. Die Gemeindevertreter hatten viele Fragen bis hin zum Namen der neuen Kommune: Es muss ja nicht Landhagen sein. Manfred Hering regte eine Bürgerbefragung an.

Einwohner waren nicht zur Sitzung gekommen, obwohl laut Tagesordnung nicht nur über den Vertragstext, sondern auch über eine Prioritätenliste für Investitionen gesprochen wurde. Die erste Liste der Wackerower Wünsche ist sehr lang.

E. Oberdörfer

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