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Greifswald Wackerow lehnt Plan des Landes für Kieshofer Moor ab
Vorpommern Greifswald Wackerow lehnt Plan des Landes für Kieshofer Moor ab
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13:02 13.10.2018
Im Kieshofer Moor Quelle: Eckhard Oberdörfer
Greifswald

Die Moore zwischen Greifswald und Miltzow sind Teile des Netzwerks der europäischen Schutzgebiete (Natura 2000). Wackerower wirft dem Land Versäumnisse bei der Erarbeitung der Pläne für das Kieshofer Moor vor. Die Gemeinde fordert die zugesagte einvernehmliche Abstimmung auf freiwilliger Basis ein.

Das Staatliche Amt für Umwelt und Landwirtschaft in Stralsund hat uns über Jahre versch...“, sagt der stellvertretende Wackerower Bürgermeister Karlheinz Tietze. Die Behörde habe unter anderem eine viel zu große Fläche nach Brüssel gemeldet. „Ein Rügener Professor hat ein Mückenschutzgutachten erarbeitet“, so Tietze weiter. „Das muss Teil der Unterlagen werden.“

Insektenplagen und hohe Wasserstände führten in den letzten Jahren immer wieder zu massiven Protesten von Bürgern und Landwirten-„Zur richtigen Bewertung des Planes ist die Zeit zur Abgabe einer Stellungnahme zu kurz bemessen“ heißt es in der Wackerower Begründung. „Daher ist die Auflistung der Bedenken als eine erste Erarbeitung und Feststellung zu betrachten.“

 Auch die Universität als Eigentümer großer Flächen im FFH-Gebiet kritisiert den Plan. Universitätsforstmeister Wolfgang von Diest ist überzeugt, dass sich die Lebensbedingungen der hier lebenden seltenen Libellenart Große Moorjungfer bei der geplanten Entfernung von Fichten im Randbereich auf zwei Hektar nicht verbessern, sondern verschlechtern. Stattdessen sollten die Fichten durch einen standortgerechten Wald ersetzt werden, meint er.

Der Zeitdruck ist groß. Bis Ende 2018 muss das Land liefern. Schwerin hat versprochen, bis dahin für alle terrestrischen Flora-Fauna-Habitat-Gebiete Managentpläne vorzulegen. Es läuft bereits ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Bundesrepublik“, erinnert Stalu-Chef Matthias Wolters (siehe unten stehenden Beitrag). Geldstrafen drohen, wenn die Managementpläne nicht rechtzeitig fertig werden.MV setzt auf Konsens mit den Beteiligten. „Wir prüfen jetzt alle Einwände und wägen sie ab“, sagt der Stalu-Chef. Fehler würden bereinigt. „Die Erhaltung und Verbesserung der Lebensgrundlagen heißt nicht zwangsläufig, dass das Moor vergrößert wird“, betont Wolters. Alle Einwände werde man indes im laufenden Verfahren nicht ausräumen können, so Wolters. Das Stalu müsse jetzt den Dialog mit der Gemeinde Wackerow fortsetzen.

Oberdörfer Eckhard

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