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Greifswald Was studierst Du so?
Vorpommern Greifswald Was studierst Du so?
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00:00 20.02.2017
André Schönfeld (29) studiert im 5. Semester Medizin

Warum hast du dich entschlossen, Medizin zu studieren?

Ich habe davor eine Ausbildung zum Rettungsassistenten gemacht. Da verliert man die Berührungsängste mit dem Fach. Medizin ist nicht so kompliziert, wie manche Leute sich das vorstellen. Als ich einige Ärzte kennengelernt habe, die nicht so berauschend waren, dachte ich mir: Wenn die das können, dann kann ich das auch! Es ist ein Handwerk: Ein Orthopäde ist schließlich auch nur ein Schrauber, der mit Werkzeugen und Zement hantiert.

Nicht kompliziert?

Genau, dafür aber umfangreich. Es geht darum, zu verstehen, was man für ein Lerntyp ist und wie man sich schnell sehr viel Stoff aneignen kann. Man bereitet sich auf Prüfungen vor und danach ist das meiste ohnehin vergessen. Weil man im Studium aber immer wieder darauf zurückkommt, festigt sich das Wissen irgendwann. Alles wissen kann man sowieso nicht, sodass sich Ärzte auf das Wesentliche konzentrieren, das sie für den Berufsalltag brauchen.

Wie bist du an die Universität Greifswald gekommen?

Ich komme aus Berlin, wollte aber unbedingt in Greifswald studieren und habe deswegen diesen Standort bei der Zentralen Vergabestelle für Studienplätze als Erstwunsch angegeben. Die Humboldt-Uni Berlin kam mir damals ziemlich elitär vor. Damit kann ich nichts anfangen, denn in meiner Familie bin ich der erste, der ein Studium angefangen hat. Die Universität in Greifswald ist viel kleiner, sodass die Professoren einen mit dem Namen ansprechen. Außerdem ist der Studiengang hier klassisch aufgebaut und hat sich in vielen Jahrzehnten bewährt.

Was ist so spannend an Medizin?

Mich fasziniert es, wie rasant sich die Technologie entwickelt. In den zwei Jahren, in denen ich studiere, haben sich einige Sachverhalte komplett verändert. Das zwingt einen, sich ständig weiterzubilden.

Hast du dich schon für eine Fachrichtung entschieden?

Ich bin praktisch veranlagt, habe aber auch Freude an der Theorie. Mir scheint es, dass die Kardiologie beide Ebenen perfekt vereinbart. Ein Kardiologe begleitet den Patienten von der Diagnose bis zur OP. Einfach gesagt: Du bist krank und kommst zu mir, und ich mache dich im besten Fall wieder gesund. Interview: Alexander Salenko

OZ

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