Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Weg zum Frieden in der Ukraine
Vorpommern Greifswald Weg zum Frieden in der Ukraine
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:01 01.08.2016
Die Wissenschaftler Bernhard Brehmer und Roman Dubasevych (von links) freuen sich gemeinsam mit Koordinatorin Anna Lena Klatt (Krupp-Kolleg) aufs 21. Greifswalder Ukrainicum. Quelle: Eckhard Oberdörfer

Zum dritten Mal hintereinander wird der Konflikt in Osteuropa Thema des Ukrainicums im Krupp-Kolleg. „Closing Pandora’s Box: Ukraine’s Path to Peace“, heißt das Thema der 21. Sommerschule vom 8. bis 20. August. „Wir hoffen, dass Pawlo Klimkin, der ukrainische Außenminister, kommt“, sagt Slawistikprofessor Bernhard Brehmer, der mit Roman Dubasevych das Ukrianicum leitet. Klimkin kennt Greifswald aus seiner Zeit als Botschafter in Deutschland.

Überhaupt sei das internationale Interesse sehr groß. Wissenschaftler mehrerer Ländern kommen. „Wir hatten 70 Bewerber aus aller Welt für die 27 Stipendien“, informiert Anna Lena Klatt, Koordinatorin des Mittel- und Osteuropaschwerpunktes des Krupp-Kollegs. „Das Ukrainicum hat sich als Marke etabliert.“ Sogar aus Südkorea gab es eine Bewerbung. Insgesamt werden 42 Teilnehmer erwartet. Mitarbeiter von Ministerien nutzten die Sommerschule zur Weiterbildung. In Greifswald müsse man aber noch mehr für die Bekanntheit des Ukrainicums werben.

„Es lohnt sich, zu kommen“, wirbt Roman Dubasevych mit Blick auf das Programm, das insbesondere die ukrainische Zivilgesellschaft im Blick hat. Zu den Gästen gehören Wissenschaftler aus der Ostukraine, die aus eigener Anschauung berichten könnten. Mit dem Soziologen Volodymyr Ishenko komme auch ein unangepasster Forscher, der den Nationalimus kritisiere und sich dabei einer marxistischen Sprache bediene.

Am 8. August beginnt ein Seminar über „Menschen im Krieg – Zwischen Patriotismus und Pazifismus“ mit Olena Styazkhina, informiert Brehmer. Sie lehrt an der Uni Donezk, die wegen des Krieges nach Winnyzja evakuiert wurde. Wie früher in der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg werde das „richtige Verhalten“ der Ukrainer in den besetzten Gebieten diskutiert, so Dubasevych. Müsse jeder ein Held sein, sei man gleích ein Verräter, wenn man sich nicht opfere?

An den Abenden werden öffentliche Vorträge von Wissenschaftlern gehalten. So wird Lars Karl, Gastwissenschaftler am Krupp-Kolleg, über das moderne Kosakentum sprechen. Auch Kultur und Sprache werden analysiert und aktuelle Forschungen vorgestellt. Am 9. August findet um 18 Uhr eine Podiumsdiskussion mit Kostiantyn Rieutskyi aus Luhansk statt. In Luhansk und in Donezk wurden 2014 selbstständige Republiken ausgerufen. Rieutskyi untersucht Menschenrechtsverletzungen auf beiden Seiten. Partnerin auf dem Podium ist Oksana Mikheieva (Donezk).

„Wir überlegen, in Greifswald lebende Flüchtlinge in die Podiumsdiskussion einzubeziehen“, ergänzt Dubasevych. Programm: www.wiko-greifswald.de

eob

Gratulation zum 70. Geburtstag von Professor Werner Stegmaier

01.08.2016

Einsatz und Engagement mangelhaft: Im Testspiel gegen Pommern Stralsund kassierte das Traktor-Team ein 1:10

01.08.2016

Nach einer 4:0-Führung rettet die SG Karlsburg/Züssow am Ende gegen den VSG Weitenhagen ein 5:3

01.08.2016
Anzeige