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Greifswald Donnerstag öffnet der Weihnachtsmarkt
Vorpommern Greifswald Donnerstag öffnet der Weihnachtsmarkt
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11:13 26.11.2018
Tagesmutter Ramona Blödorn schmückt mit Lennard die große Tanne auf dem Greifswalder Weihnachtsmarkt. Der öffnet am Donnerstag seine Pforten. Quelle: Peter Binder
Greifswald

Mutzen, kandidierte Äpfel und heißer Punsch: Am Donnerstag um 12 Uhr und damit früher als üblich öffnet der Greifswalder Weihnachtsmarkt seine Pforten. „Die Stadt als Veranstalterin kommt damit dem Wunsch der Händler nach, da es sich in diesem Jahr um eine relativ kurze Adventszeit handelt“, sagt Bärbel Lenuck, Mitarbeiterin der Pressestelle. Drei Wochen lang wollen 38 Standbetreiber und Schausteller, darunter 18 Gastronomen, auf dem Markt und Fischmarkt für besinnliche Stunden sorgen. Wie in den Vorjahren öffnet auch der Kunsthandwerkermarkt im Rathauskeller.

So richtig feierlich wird es allerdings erst am ersten Adventssonntag, wenn der Weihnachtsmann unter Posaunenklängen ganz traditionell mit dem Kutter „Hanne Marie“ gegen 15 Uhr im Museumshafen eintrifft. Per Kutsche geht es dann hinauf zum Markt, wobei ihn sicherlich wieder hunderte Kinder begleiten werden. „Gleich im Anschluss wird der Oberbürgermeister den langen, von den Azubis des Berufsbildungswerkes gebackenen Stollen anschneiden. Vom Verkaufserlös wird, wie in der Vergangenheit auch, eine Weihnachtsfeier für wohnungslose Menschen ausgerichtet“, sagt Monika Hoffmann vom Amt für Bürgerservice und Brandschutz, bei der die Fäden der Organisation zusammenlaufen.

Auch wenn der Greifswalder mit rund 50000 zu erwartenden Gästen eher zu den kleinen Weihnachtsmärkten in Norddeutschland gehört, hat er doch etwas Einmaliges zu bieten: die Adventskirche. Vor neun Jahren stand das hölzerne Bauwerk erstmals inmitten von Buden, Karussells und Glühweinständen. „Ich hatte immer gehofft, dass es auch in anderen Städten Nachahmung findet. Doch leider hat sich bis jetzt niemand daran getraut“, bedauert Hans-Martin Harder vom Kapellenverein, der sich damals eigens für den Betrieb der kleinen Kapelle gründete. Vom 1. bis 20. Dezember lädt sie nun wieder gemeinsam mit verschiedenen Akteuren ein, in der oftmals hektischen Adventszeit einen Moment Ruhe zu finden. Dafür stehen die „Lichtpunkte“ mit Bastel- und Backstunden, Lesungen und mehr – immer montags bis freitags um 12.30 Uhr. „Neu sind unsere abendlichen ,Ruhepunkte’ mit Musik, Andachten und anderen Impulsen“, kündigt Harder an. Dabei freue sich der Verein, mit Pastorin Beate Kempf-Beyrich und der Pastoralreferentin Esther Göbel in diesem Jahr bei den Angeboten tatkräftige Unterstützung zu erhalten. Ein großes, neues Banner soll zudem Mut machen, einfach einmal einzutreten. „Denn die Kapelle ist für jeden offen“, so Harder.

Wem dann der Sinn nach etwas mehr Trubel steht, findet beim Bummel über den Markt reichlich Angebote. „Mit dabei sind wieder der Autoscooter, das 16 Meter hohe Riesenrad oder auch das Nostalgie-Pferdekarussell für die ganz Kleinen“, sagt Marktmeister Uwe Buschbeck von der Großmarkt Rostock GmbH, dem langjährigen Partner der Hansestadt Greifswald. Freuen können sich die Gäste auch erneut auf die neun Meter hohe Pyramide, die schöne Krippe mit italienischen Kunststeinfiguren und auf die elf Schauvitrinen des Märchenlandes mit Hänsel und Gretel, Aschenputtel, Rotkäppchen & Co. „Endlich kann das Dornröschen wieder durch den Kuss des Prinzen zum Leben erweckt werden. Denn in diesem Jahr ist es nach vielen vergeblichen Bemühungen gelungen, die Mechanik aller Figuren und auch den Antrieb durch Motoren rund zu erneuern“, würdigt Bärbel Lenuck die mühevolle Kleinarbeit von Elektroinstallateur Johann Schöpf sowie Anne Jenßen und Uwe Buschbeck von der Großmarkt GmbH. Jede Märchenfigur wurde darüber hinaus optisch fein herausgeputzt, ihre Kleidung gewaschen und auf Vordermann gebracht.

Und natürlich werde es auch wieder ein Bühnenprogramm geben, Adventskonzerte im Rathausfoyer, Glühweinpartys unter der Tanne ...

Was womöglich zum Verdruß einiger Marktbesucher führen wird: In diesem Jahr wird es nur zwei Händlerstände geben. „Gerade ist ein dritter abgesprungen. Ich versuche noch, jemanden zu finden. Aber es gibt immer weniger Händler, die ihre Waren bei Wind und Wetter anbieten möchten“, bedauert Marktmeister Buschbeck. Die meisten der Verbliebenen ziehe es auf die großen Märkte, wo sie den zum Leben notwendigen Umsatz eher erreichen können. Dafür aber sei das Angebot auf dem Kunsthandwerkermarkt im Rathauskeller wieder sehr umfangreich. „Marcus Müller vom Organisationsbüro Weihnachtsmarkt konnte aus rund 70 Bewerbungen auswählen. An drei Adventswochenenden können Kunden an jeweils 25 Ständen nach individuell gefertigten Weihnachtsgeschenken stöbern“, macht Bärbel Lenuck Lust auf einen Besuch. Es gibt Malerei, Schmuck, Papierkunst, Produkte aus Keramik, Holz, Wolle und anderes mehr.

Nicht zu vergessen: die Angebote der Innenstadthändler. „Am 2. Dezember begleiten wir den Weihnachtsmarkt mit einem Adventsshopping und Sonderöffnungszeiten, am 8. Dezember mit dem Mitternachtsshopping und einer Bühne im Westend“, kündigt Roberto Gerwien vom Verein Greifswalder Innenstadt an.

Petra Hase

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