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Greifswald Weitenhagen auf dem Weg in die Landesklasse
Vorpommern Greifswald Weitenhagen auf dem Weg in die Landesklasse
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00:00 03.05.2016
Weitenhagen

Als Weitenhagens Vereinspräsident Jan Förster in den Schlusssekunden des Kreisoberliga-Spitzenspiels zwischen seiner VSG und dem Gast Hohendorfer SV 69 leicht nervös an der Trainerkabine vorbeischlich und dabei den Satz „Was ist das nur für ein geiles Spiel“ fallen ließ, war Schiedsrichter Michael Selbmann scheinbar nicht gänzlich anderer Meinung. Denn auch, wenn die Begegnung vor allem durch den Kampf geprägt war, hielt er seine rechte Hand mit vier gezeigten Fingern in die Höhe, welches gleichbedeutend mit vier langen Minuten Nachspielzeit war. Zu diesen vieren gesellten sich letztendlich dann nochmal zwei weitere, ehe er mit seinem zeitlich leicht versetzten Abpfiff für Riesenjubel in den Reihen der gastgebenden Elf VSG Weitenhagens sorgte.

Die VSG um Tom Falkenberg (rot) gewann gegen Hohendorf. Quelle: pkr

Denn jene verbuchten soeben einen wahnsinnig wichtigen 1:0-Heimsieg gegen den Tabellenzweiten aus Hohendorf und schoben sich dank der drei Punkte in der Tabelle gleich wieder am gestrigen Gegner vorbei und rangieren nun fünf Spieltage vor dem Saisonende wieder auf einem Aufstiegsplatz. Jenen haben sie nämlich vor Wochenfrist nach der ersten Rückrundenniederlage in Kemnitz (0:2) an die Hohendorfer verloren. Wie praktisch, dass ausgerechnet die HSV-Kicker nur eine Woche später gleich zum direkten "Aufstiegsgipfel" in Weitenhagen aufschlugen. „Wir müssen gewinnen, egal wie“, so die knackige und ziemlich humorlose Ansage von VSG-Trainer Erwin Rieck vor dem Spiel.

Von Beginn an entwickelte sich eine packende Begegnung, sicherlich nicht auf spielerisch höchstem Niveau, doch lebte das Spiel vor allen Dingen von seiner Dramatik, Brisanz und gezeigten Leidenschaft. Packende Zweikämpfe, zum Teil lang geschlagene Bälle und resolut agierende Abwehrreihen bestimmten die Partie - es war zu jeder Minute des Spiels zu merken, dass es für beide Teams eine ungeheure Bedeutung hat. Dementsprechend groß war dann auch der Torjubel, als VSG-Stürmer Jens Naatz in der 23. Spielminute das goldene Tor erzielen konnte. Kurze Zeit später hatte sein Teamkollege Tom Falkenberg die große Chance zum 2:0 auf dem Fuß, doch Hohendorfs Keeper konnte seinen Schuss meisterlich parieren.

Auch im zweiten Spielabschnitt versäumten es die Hausherren, eine ihrer Chancen zur vorzeitigen Entscheidung zu nutzen. Allein aus diesem Grund blieb es bis zur letzten Sekunde spannend, denn auch die Hohendorfer Gäste waren stetig bemüht, den für sie so wichtigen Ausgleichstreffer zu erzwingen. Doch mit viel Geschick und ein wenig Glück hielt Weitenhagens Defensive bis zur 96. Spielminute - und somit bis zum Abpfiff des „geilen Spiels“.

„Die Erleichterung ist riesengroß. Nach diesem Sieg sind wir wieder zurück auf dem Aufstiegsplatz und haben es in den restlichen fünf Spielen nun selbst in der Hand“, freute sich Trainer Rieck nach der Begegnung und fand auch schnell die Gründe für den Sieg: „Jeder hat für jeden gekämpft, keiner hat sich hängen lassen. Wir sind als Team aufgetreten“, so der Trainer.

Von Peter Krüger

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