Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Greifswald Weiter Zoff um den Busverkehr
Vorpommern Greifswald Weiter Zoff um den Busverkehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:23 07.03.2018
Greifswald

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald will der Hansestadt Greifswald 2018 nur noch 375000 Euro und damit 25000 Euro weniger als bislang für den Stadtbusverkehr zahlen (die OZ berichtete). Der vertraglich geregelte Zuschuss soll bis 2025 schrittweise auf 275000 Euro abgeschmolzen werden. Im Finanzausschuss der Bürgerschaft stößt das auf Unmut.

Alexander Krüger, Grüne
Andreas Kerath, SPD

Zwar votierte das Gremium auf seiner Sitzung am Montagabend mit knapper Mehrheit für die Vertragsänderung. Doch der Ärger bei den Grünen/Forum 17.4 war groß. Fraktionsvorsitzender Alexander Krüger erklärte, er habe mächtig Bauchschmerzen, diesem Vertrag zuzustimmen, „denn unser Ziel ist es doch, den öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt auszubauen“. Mit weniger Geld sehe er das sehr kritisch.

SPD-Fraktionschef Andreas Kerath schlug in die gleiche Kerbe: „Ich finde, das ist ein falsches Signal.“ Zumal der Stadtbusverkehr laut Statistik an Fahrgästen zugelegt habe, so Kerath. Die Stadt dürfe sich vom Landkreis, der für den öffentlichen Personennahverkehr zuständig ist und diese Aufgabe für Greifswald an die Hansestadt übertragen hat, nicht erpressen lassen. Seine Fraktion werde der Vertragsänderung deshalb nicht zustimmen.

Katrin Teetz vom Beteiligungsmanagement der Hansestadt warnte davor, sich querzustellen. Die Stadt habe lange mit dem Kreis verhandelt, um einen Kompromiss zu erzielen. Sollte Greifswald nicht zustimmen, werde der Kreis den Vertrag kündigen. Das hätte fatale Folgen für den Stadtbusverkehr.

Kreisdezernent Jörg Hasselmann (CDU) hatte bereits im November 2017 angekündigt, den Vertrag mit Greifswald zu kündigen, sollte keine Einigung erzielt werden. Grund waren die zähen Verhandlungen. Die nahmen daraufhin am Jahresende schließlich wieder Fahrt auf.

Der Kreistag stimmte in der vergangenen Woche mehrheitlich für das von den Verwaltungen erarbeitete Dokument. Wenngleich einige Mitglieder aus Greifswald nur widerwillig ihre Hand hoben: „Auch ich habe dafür gestimmt“, räumt Rainer Steffens (CDU) ein, denn das Risiko einer Vertragskündigung dürfe nicht eingegangen werden. Am 12. April entscheidet nun die Bürgerschaft.

ph

OZ

Während Wolfgang Lippert im Boddenhus über sein buntes Leben im Showbiz spricht, gibt es im Kulturbahnhof einen besonderen Nachtisch

07.03.2018

Vorfall gibt Rätsel auf/ Die Polizei tappt im Dunkeln

07.03.2018

Sparkasse Vorpommern startet Plattform für Crowdfunding / Nur gemeinnützige Projekte erlaubt

07.03.2018