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Well done! Vier Greifswalder sprechen ausgezeichnetes Englisch

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Beim bundesweiten Fremdsprachenwettbewerb war die hiesige Beteiligung sehr überschaubar / Trotzdem konnten sich alle Teilnehmer aus der Hansestadt durchsetzen

Greifswald. Schülerwettbewerbe gibt es viele: ob auf lokaler Ebene, wie den Lauf um den Pokal der Sparkasse Vorpommern beim Greifswalder Citylauf, oder auf globaler Ebene — Stichwort „Formel 1 in der Schule“. Beteiligung und Enthusiasmus der Mitmachenden aus der Hansestadt sind meistens beachtlich.

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Beim bundesweiten Fremdsprachenwettbewerb war die hiesige Beteiligung sehr überschaubar / Trotzdem konnten sich alle Teilnehmer aus der Hansestadt durchsetzen

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Die schlechte Nachricht: Beim Thema Fremdsprachen wird eine große Ausnahme gemacht. Im entsprechenden Bundeswettbewerb waren in diesem Jahr in der Gruppe der Klassen 8 und 9 lediglich zwei von 81 Schülern aus Greifswald. Auch in der Kategorie „Solo 10+“ waren von 36 nur zwei von hier. Im Wettbewerb für die Grundschulen sucht man schon seit 2011 vergebens nach fremdsprachigen Beiträgen aus Greifswald, sowohl in der Kategorie Theater als auch in der Fachrichtung Medien. Dabei böten gerade die beiden Gruppenwettbewerbe eine vortreffliche Möglichkeit, um Schüler für Fremdsprachen zu begeistern und ihre Interessen und Fähigkeiten in einem gemeinsamen Projekt zusammenzuführen.

Die gute Nachricht: Alle Greifswalder, die mitgemacht haben, taten dies mit Erfolg. Dafür wurden sie in dieser Woche in Schwerin ausgezeichnet. Beispielsweise Lucinda Boese von der Montessorischule. Sie erhielt einen zweiten Landespreis. „Damit hatte ich gar nicht gerechnet“, sagt die 15-Jährige, die gerne Filme und Serien im englischen Originalton sieht oder zuhört, was englischsprachige Youtuber zu erzählen haben. „Ich habe auch eine Freundin in den Niederlanden, mit der ich auf Englisch kommuniziere“, sagt die Neuntklässlerin. Ihr Faible für die Weltsprache habe sie entdeckt, als sie zum ersten Mal „Alice in Wonderland“ las. „Da musste ich noch viel im Wörterbuch nachschlagen.“ Mittlerweile lese sie englische Bücher mit derselben Selbstverständlichkeit wie deutsche.

Einen dritten Landespreis gab es für Josefine Marta Hohm vom Humboldtgymnasium. Wie Lucinda musste auch sie eine Klausur schreiben, einen Lückentext bearbeiten, Hörproben einreichen — einen vorgelesenen und einen frei gesprochenen Text. „Ich war total platt, als ich mitbekommen habe, dass ich dafür einen Preis bekomme“, sagt die 14-Jährige. Auch Französisch mache ihr Spaß. Auf ihrer Liste stehen außerdem noch Russisch, Dänisch und Polnisch. Für beide Schülerinnen gab es Bücher, eine Urkunde und Geld.

Im „Solo 10+“ galt es, in der ersten von drei Runden Bilder in zwei Sprachen zu kommentieren. Nur drei Mädchen und zwei Jungen qualifizierten sich für Runde zwei, darunter Amon Kock vom Jahngymnasium mit Englisch und Französisch und Ruth Binder vom Ostseegymnasium mit Spanisch und Englisch. Ob sie den Sprung in die Finalrunde schaffen?

Die Sprachangebote variieren in Greifswald von Schule zu Schule. Landesbildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) will, dass künftig auch Plattdeutsch zum Abiturfach wird. Die Reaktionen darauf sind in den Rektorenzimmern der Hansestadt verhalten. „Ich finde Platt wichtig — als Wahlpflichtfach. Dann kann man mit Opa snacken“, sagt etwa Nils Kleemann von der Montessorischule. „Ich wäre aber froh, würden andere das machen.“

Der Bundeswettbewerb

1979 wurde der Bundeswettbewerb Fremdsprachen zum ersten Mal ausgetragen. In Mecklenburg-Vorpommern hat er 1992 Premiere. Seit 2013/14 gibt es die Einzelwettbewerbe Solo 8/9 für die Klassen 8 und 9 mit einer und Solo 10+ für die Jahrgangsstufe 10 und älter mit zwei Fremdsprachen. Hauptpreis ist in jedem Jahr die Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes, mit der eine finanzielle und individuelle Förderung durch das gesamte Studium hindurch verbunden ist.

Von Kai Lachmann und Ulf Borgwardt

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Lieven Kennes ist seit März Professor an der FH und hat sich sofort in die Hansestadt verliebt.

Lieven Kennes (32) ist seit März Professor an der FH im Bereich Wirtschaft. Seine große Leidenschaft ist die Mathematik.

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