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Greifswald Weltneuheit aus Greifswald
Vorpommern Greifswald Weltneuheit aus Greifswald
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05:46 14.05.2013

Robert Brockmann will 2013 endlich loslegen und seine Erfindung zum Produkt entwickeln. Der heute 44-Jährige hatte mit seinem Team 2010 den Erfinderwettbewerb Mecklenburg-Vorpommerns, den Venturecup, gewonnen. Immerhin 20 000 Euro gab es für ein Prüfverfahren zum Nachweis der Dichtheit von Anlagen und Gefäßen.

„Nach Auskunft von Experten wie dem Leiter der Vakuum-Gruppe des Max-Planck-Instituts in Greifswald ist unser Verfahren eine Weltneuheit“, sagt er. „Es ist 10 000 mal empfindlicher als die herkömmlichen Methoden.“ Das patentierte Verfahren entstand im Rahmen des Aufbaus der Fusionsforschungsanlage Wendelstein 7-X im Max-Planck-Institut. Die für die Erzeugung des künstlichen Sonnenfeuers genutzte Anlage muss absolut dicht sein. Kleinste Lecks ließen sich mit herkömmlichen Verfahren nicht feststellen, argumentiert Brockmann, der während der Entwicklungszeit am Max-Planck-Institut angestellt war. „Wie wichtig das ist, konnte man beim Aufbau des weltgrößten Teilchenbeschleunigers in Genf sehen“, erinnert der Erfinder. Lecks sorgten 2008 für mehrmonatigen Stillstand.

Mit der neuen Methodik könnten gegenüber herkömmlichen Verfahren 70 Prozent der Kosten eingespart werden, wirbt Brockmann. Auch lasse sich das Leck viel leichter finden.

Bei der Siegerehrung beim Venturecup schien Brockmann die Welt offen zu stehen. Dr. Michael Wallmeyer, Mitglied der Jury, scherzte bei der Preisverleihung, dass das Team „mit einem Klammerbeutel gepudert“ sein müsse, wenn es sich nicht am Markt durchsetze.

Doch die Träume für den Einsatz des neuen Verfahrens in der Forschung und in der Industrie reiften bisher nicht. „Mecklenburg-Vorpommern hat leider die Entwicklung nicht weiter gefördert“, erzählt Robert Brockmann. Für eine Unternehmensgründung ohne öffentliche Mittel habe das nötige Kapital gefehlt. „Das hat die Entwicklung gestoppt“, erzählt Brockmann. Er hat der Technische Gebäudeausrüstung studiert und ist Diplomingenieur.

Er räumt ein, dass das Verfahren 210 nicht perfekt war. So sei die Güte des Verfahrens, der Nachweis der Empfindlichkeit, nicht gesichert gewesen. „Das ist jetzt alles erledigt“, sagt der Erfinder.

Zwischenzeitlich hat Brockmann sein Glück in Gießen versucht, aber durchschlagenden Erfolg hatte er dort nicht. Nun treibt es ihn zurück an die Küste. Brockmann hofft, dass er jetzt doch Fördermittel zur Unternehmensgründung in MV einwerben kann und dass sich ein Investor für eine Gerätefirma findet.

„Ich hatte auch Sehnsucht nach Greifswald“, fügt Brockmann hinzu. Darum sei er im Greifswalder Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) gewesen. Brockmann ist optimistisch, dass er so in die Erfolgsspur kommt. Schließlich habe er schon früher mit dieser Forschungs- und Entwicklungseinrichtung zusammengearbeitet. Beim INP würden ja auch Prototypen entwickelt. „Das Verfahren lässt sich beispielsweise für die Prüfung der Qualität von Beschichtungen mit Plasmen einsetzen“, erläutert Brockmann.

Das Verfahren ist billiger und schneller als andere.“Robert Brockmann, Erfinder

Eckhard Oberdörfer

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