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Greifswald Weltraumschnupfen und gebrochene Drachenflügel
Vorpommern Greifswald Weltraumschnupfen und gebrochene Drachenflügel
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14:45 15.05.2018
Einmal durchchecken, bitte. Teddybären können sich nämlich auch verletzen. Quelle: Peter Binder
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Greifswald

Ach ja, so ein Weltraumschnupfen kann ein Plüschtier schon umhauen. Gut, dass in dieser Woche das Teddybärkrankenhaus wieder geöffnet hat, in dem die Lieblingskuscheltiere von etwa 1000 Kindern geflickt, geimpft und gepflegt werden. Zum 14. Mal kümmern sich etwa 100 Studenten der Medizin und Pharmazie um die Beschwerden der flauschigen Begleiter. Von ganz herkömmlichen Knochenbrüchen bis hin zu Weltraumschnupfen ist alles vertreten, wie Martina Wolff, Leiterin der diesjährigen Teddybärklinik, weiß: „Wir hatten auch schon einen Teddybären, der schwanger war. Seinen Bauch konnte man öffnen und dann sind weitere Mini-Teddybären zum Vorschein gekommen.“

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Auch Kuscheltiere können krank werden oder sich verletzen. Da hilft nur der Gang zum Arzt. Da müssen dann auch die kleinen Besitzer der flauschigen Patienten mit anpacken.

Ziel des Krankenhauses

Von Montag bis Freitag besuchen Kitakinder dieses besondere Krankenhaus. Am Sonnabend findet ein Tag der offenen Tür statt, wo jeder mit seinem kranken Kuscheltier kommen kann. „Da setzen wir auch wieder Rettungssanitäter ein, die sich um einen verletzten Teddybären kümmern.“ Ziel des Teddybärkrankenhauses ist es, den kleinen Patienten durch das Rollenspiel, die Angst vor medizinischen Eingriffen zu nehmen. „Die Patienten sind in dem Fall die Kuscheltiere, die Kinder ihre Begleiter.“ Und die knuffigen Patienten sind vielseitig. Ob Robbe, Drachen, Fuchs oder Puppe. Alle werden ordnungsgemäß durchgecheckt.

Kinder als Assistenzärzte

Aber ganz von vorn: Wie bei einem richtigen Arzt- oder Krankenhausbesuch müssen die Kuscheltiere an der Anmeldung aufgenommen werden. Name, Gewicht, Fellfarbe und Beschwerden notieren die Medizinstudenten mit Hilfe eines Fragebogens. Danach geht es zu der jeweiligen Station. Knochenbrüche müssen zunächst geröntgt werden. Wenn sich dann herausstellt, dass es sich tatsächlich um einen Bruch handelt, muss dieser in der Gipsstation verarztet werden. Immer in Begleitung der Kinder, die dann mithelfen, um ihren Lieblingen Linderung zu verschaffen. Auch bei Operationen sind die Kleinen mit dabei. Zahnschmerzen? Kein Problem. Schließlich gibt es im Teddybärkrankenhaus auch eine Zahnarztpraxis. Hier lernen die Drei- bis Sechsjährigen, wie man sich richtig die Zähne putzt. Zum Schluss geht's dann noch in die hauseigene Apotheke. Dort bekommen die Kinder extra angefertigte Medikamente für ihre Plüschtiere - ob Salben oder Tabletten. Diese Medikamente sind Plazebos und haben keinerlei Inhaltsstoffe.

Nach etwa 20 bis 30 Minuten ist alles vorbei. Die Plüschtiere sind verarztet und die kleinen Besitzer haben gemerkt, dass alles gar nicht so schlimm ist.

Christin Weikusat

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