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Greifswald Wer hat die beste Idee an der Greifswalder Uni?
Vorpommern Greifswald Wer hat die beste Idee an der Greifswalder Uni?
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17:24 12.07.2018
Das Team „Laute Musik“ Laura Reincke, Jim Lobsien, Scherwin Akbari, Maximilian Kubalczak, Philipp Weinert, Anne-Maj Tangermann, Jakob Fischer (v.l.) gewann den Publikumspreis. Quelle: Magnus Schult/universität Greifswald
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Greifswald

Weltweit leiden rund 17 Prozent der Bevölkerung an Nierenerkrankungen - Tendenz steigend. Was wäre, wenn es ein Verfahren zur schnellen und exakten Bestimmung der Funktionsfähigkeit der Niere mit einem superauflösendem Mikroskop als Dienstleistung gäbe? Das Team „Nipoka“ entwickelte eine Methode, die mit Hilfe des Superresolution-Mikroskop erstmals Rückschlüsse auf die Funktion der Niere in einer Gewebeprobe (Biopsie) ermöglicht. Dafür gab es den ersten Preis beim Unique-Ideenwettbewerb in der Kategorie „Forschende/Absolventen“. In diesem Jahr stellten insgesamt 16 Teams in zwei Kategorien ihre Ideen beim Unique-Ideenwettbewerb einer Fachjury vor. Und damit gab es einen neuen Teilnehmerrekord. „Die Zahl als auch die Qualität der Ideen und damit auch der Startups geht beständig nach oben. Das zeigt auch, dass die Strukturen und Maßnahmen greifen. Wir sind auf dem richtigen Weg“, freut sich Dr. Stefan Seiberling, Leiter des Zentrums für Forschungsförderung und Transfer der Universität Greifswald. Eines ist ihm besonders wichtig: dass die Jury des Wettbewerbs nicht aus Wissenschaftlern besteht. „Es waren Unternehmer oder Unternehmensberater, die nichts mit Forschung zu tun haben“, sagt Seiberling. So sollen die Studierenden, Mitarbeiter und Forschenden der Universität dank des Expertenwissen der Jury ihre Ideen nicht nur umsetzen, sondern zusätzlich dazu auch Unternehmen gründen. In diesem Jahr teilten sich zwei Ideen aus der Kategorie „Studierenden“ den ersten Preis: Die Idee eines Algorithmus, names „Cyses“, der mittelständige Unternehmen bei der Kundenberatung und bei fehlendem Expertenwissen über Datenschutz unterstützt und die Idee einer App. „Menuvice“ von Christian Pappenberger und Norbert Empting soll herkömmliche Speisekarten mittels dieser App und eines QR-Codes erweitern. So würden nicht nur mehr Informationen dargestellt, sondern zusätzlich auch Bilder, Allergene oder Zusatzstoffe angezeigt.

Digitalisierung im Kommen

Einen zweiten Platz gab es bei den Studierenden nicht. Anders in der Kategorie „Forschende/Absolventen“. Den belegte das Team um Dr. Oliver Gloger vom Institut für Community Medicine. Mit einer Software sollen Ärzte die Stimmritze vollautomatisch zerlegen können und pathologische Verdachtsbereiche feststellen. Die Vielfalt der Ideen habe sich in den letzten Jahren vor allem einem Bereich zugewandt: „Die meisten Ideen gehen seit Jahren in Richtung Digitalisierung“, stellt Seiberling fest. So auch die Idee von Rima Rifai und Benedikt Hirthammer, die den dritten Platz in der Kategorie „Forschende/Absolvente“ belegten und die Jury mit einer Duftmanufaktur für Versandhändler überzeugten. Mit einem speziellen Paket-System soll beim Öffnen eines Päckchens ein Duft freigesetzt werden. So würde beim Kunden eine emotionale Bindung zum Online-Shop geknüpft. Den dritten Platz in der Kategorie „Studierende“ belegten Ahmad Chatle, Matti Winkler und Vincent Weseloh. Mit Hilfe des Vereins „Addventure“ wollen sie junge Menschen mit neuen Ideen bei der Unternehmungsgründung unterstützen. Erstmals wurde auch ein Publikumspreis vergeben. Diesen bekam das Team „Laute Musik“ für das Konzept zur Planung und Durchführung von Events in Greifswald und Umgebung. Die Idee der Studentin Elisabeth Muckel - ein Portal, dass Menschen im Trauerfall bei der Planung und Organisation der Bestattung mit Hilfe eines Marktplatzes unterstützt - gewann den Inter- Medien-Networks-Sonderpreis.

Neue Unternehmen durch Ideenwettbewerb

Dass die Gewinner des 2006 ins Leben gerufenen Unique-Ideenwettbewerbs ihre Einfälle auch umsetzen, zeigen einige Beispiele aus den vergangenen Jahren. Wie die Internetseite „Advocado“: Die Online-Rechtsberatung zählt aktuell 25 Mitarbeiter. Auch das „Katapult-Magazin“, das sich mit Kartografie und sozialwissenschaftlichen Themen befasst, war einst auf dem Gewinnertreppchen des Ideenwettbewerbs.

Christin Weikusat

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