Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Wer kann die Schulen retten?

Greifswald Wer kann die Schulen retten?

27 Einrichtungen sollen ab 2020 schließen. Kreisabgeordneter: Wir sind machtlos.

Voriger Artikel
Dachstuhl eines Innenstadt-Restaurants in Flammen
Nächster Artikel
Kreis treibt Schulden der Ex-Grünen-Fraktion ein

Wir kön- nen hier viel beschließen, das Gesetz müssen andere ändern.“Ulf Burmeister (Bürgerliste)

Greifswald. 27 Schulen im Landkreis Vorpommern-Greifswald sind bedroht; wegen sinkender Schülerzahlen könnten sie ab 2020 geschlossen werden. Das machte Verwaltungsmitarbeiter Enrico Stahlkopf jetzt auf der Sitzung des Bildungs-, Kultur- und Sportausschusses des Kreises klar.

Nach Meinung von Ulf Burmeister (Bürgerliste) können die Kreistagsabgeordneten die Schließungen nicht verhindern. Im Landesgesetz sei klar festgelegt, wie viele Schüler eine Schule mindestens haben muss, um bestehen zu dürfen. „Die Schülerzahlen sind dort bewusst reingeschrieben worden, um Schulschließungen zu ermöglichen“, meint Burmeister, der auch das Greifswalder Humboldt-Gymnasium leitet.

„Sie werden nicht einfach wieder rausgenommen.“

Enrico Stahlkopf erklärte, er sehe weitere Schulschließungen kritisch. Stahlkopf nimmt seit 2012 Daten, wie die Anzahl der Schüler, Arbeitslosenquote, Zahl der Schulabbrecher, und Meinungen von Schülern über ihre Einrichtung auf und versucht so, die Bedeutung der Schulen für den Kreis zu ermitteln. Schulen seien soziale, kulturelle und ökonomische Zentren, sagt er.

Dennis Gutgesell, der zweite Stellvertreter der Landrätin, sieht in dieser Analyse eine „Bedarfsanmeldung von Unten“. Wenn der Kreis zu dem Ergebnis komme, dass man die Schulen brauche, müsse man das den Landespolitikern eben vermitteln. „Der Kreistag kann sich seiner politischen Verantwortung nicht entziehen.“ Laut Gutgesell hält das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt am Main die Untersuchung für aussagekräftig und innovativ, weil auch die Schülerperspektive einbezogen werde.

Diese Meinung teilen offenbar nicht alle Mitglieder des Ausschusses. Die Vorsitzende des Kreiselternrats, Claudia Metz, findet es schade, dass die Eltern bei der Untersuchung zur Bedeutung der Schulen nicht einbezogen würden. Peter Multhauf (Linke) brachte nach einer hitzigen Debatte den Antrag ein, zur Tagesordnung zurückzukommen. Dieser wurde mit einer knappen Mehrheit angenommen und sorgte für ein jähes Ende der Diskussion.

 



Lovis Krüger

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Greifswald
Verlagshaus Greifswald

Johann-Sebastian-Bach-Str. 32
17489 Greifswald

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
10.00 bis 17.00 Uhr
Freitag
10.00 bis 15.30

Leiterin Lokalredaktion: Katharina Degrassi
Telefon: 0 38 34 / 79 36 74
E-Mail: greifswald@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Themenseite Wendelstein 7-X In der Fusionsanlage des Max-Planck-Instituts in Greifswald wird erforscht, ob sich die Kernfusion zur Energiegewinnung eignet. Hier finden Sie Artikel, Videos und viele weitere Informationen zum Thema.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.