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Greifswald Wer kann die Schulen retten?
Vorpommern Greifswald Wer kann die Schulen retten?
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00:00 04.04.2014
Wir kön- nen hier viel beschließen, das Gesetz müssen andere ändern.“Ulf Burmeister (Bürgerliste)
Greifswald

27 Schulen im Landkreis Vorpommern-Greifswald sind bedroht; wegen sinkender Schülerzahlen könnten sie ab 2020 geschlossen werden. Das machte Verwaltungsmitarbeiter Enrico Stahlkopf jetzt auf der Sitzung des Bildungs-, Kultur- und Sportausschusses des Kreises klar.

Nach Meinung von Ulf Burmeister (Bürgerliste) können die Kreistagsabgeordneten die Schließungen nicht verhindern. Im Landesgesetz sei klar festgelegt, wie viele Schüler eine Schule mindestens haben muss, um bestehen zu dürfen. „Die Schülerzahlen sind dort bewusst reingeschrieben worden, um Schulschließungen zu ermöglichen“, meint Burmeister, der auch das Greifswalder Humboldt-Gymnasium leitet.

„Sie werden nicht einfach wieder rausgenommen.“

Enrico Stahlkopf erklärte, er sehe weitere Schulschließungen kritisch. Stahlkopf nimmt seit 2012 Daten, wie die Anzahl der Schüler, Arbeitslosenquote, Zahl der Schulabbrecher, und Meinungen von Schülern über ihre Einrichtung auf und versucht so, die Bedeutung der Schulen für den Kreis zu ermitteln. Schulen seien soziale, kulturelle und ökonomische Zentren, sagt er.

Dennis Gutgesell, der zweite Stellvertreter der Landrätin, sieht in dieser Analyse eine „Bedarfsanmeldung von Unten“. Wenn der Kreis zu dem Ergebnis komme, dass man die Schulen brauche, müsse man das den Landespolitikern eben vermitteln. „Der Kreistag kann sich seiner politischen Verantwortung nicht entziehen.“ Laut Gutgesell hält das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt am Main die Untersuchung für aussagekräftig und innovativ, weil auch die Schülerperspektive einbezogen werde.

Diese Meinung teilen offenbar nicht alle Mitglieder des Ausschusses. Die Vorsitzende des Kreiselternrats, Claudia Metz, findet es schade, dass die Eltern bei der Untersuchung zur Bedeutung der Schulen nicht einbezogen würden. Peter Multhauf (Linke) brachte nach einer hitzigen Debatte den Antrag ein, zur Tagesordnung zurückzukommen. Dieser wurde mit einer knappen Mehrheit angenommen und sorgte für ein jähes Ende der Diskussion.



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